Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 11 (1875)
- Issue
- 1-2 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 128)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Recmswne». — ט,תדבלב vor dem Molad Nissan eintrifft, nie aber den 16. Nissan überschreitet. Mit diesem Princip stimmen die astronomischen Berechnungen so genau überein, daß nach der Meinung des Vers, unsre Begründer des Kalenders damals (^359) in der Zeitbestimmung des astronomischen Frühlings nur um 14** gefehlt haben. Um die Ansicht des Vers, in klares Licht zu stellen und dem Leser die Mittel in die Hand zu geben, im Allgemeinen über die verschiedenen Hypothesen, welche man bei dieser Forschung ausgestellt hat, richtig urtheilen zu können, finde ich es für nützlich, eine genau berechnete Tabelle der astronomischen Frühlings-nachtgleiche jener Jahrhunderte der talmudischen Zeit hier folgen zu lassen 1). Anfang der Cyklen. Ehr. Zeitrchn. Wahre Frühlings- Nachtgleiche. Jerusalemer Zeit. Molad Nissan im jüdischen Kalender. Differenz. 326 März 21. h , I 1. 23. d März 20. h 16. ' 1 3. h 9. 26. -s<§ 345 ״ 20. 15. 50. j .20 ״; 8. 36. : 7. 14. 364 ״ 20. 6. 15. 20. 1. 9.! 5. 6. B c# 383 ,, 20. 20. 44.! .20 ״ 17. 42. 3* * 2. 402 20. 11. 12. .20 ״ 10. 15. io. 57. 421 ״ 20. 1. 40. .20 ״ 2. 48. j!1: 8 --- <5b l 440 Ij ״ 19. 16. 8. .19 ״ 19. 21.! 3. 13. srJ* 459 1 ff 20. 6. 35. j .20 ״ 11. 54. 5. 19. 478 rt 19. 21. 4.; .20 ״ 4. 27. 7. 23. o -8^ 497 19. 11. 30. 19• 21. 0. 9. 30. sT ** pr *) Diese Tabelle ist nach der astronomischen Epoche von Beffel am Ansänge dieses Jahrhunderts berechnet mit Berücksichtigung aller seculären Störungen der Sonne, welche die wahre Länge derselben bis auf 1' genau bestimmt. Daß auch jene meine Berechnungen in Jesode haibur (S. 34 Anm.) eben so genau berechnet waren, beweist schon ihre Vergleichung miteinander. Der Vers, behauptet aber, es läge dort eine Ungenauigkeit zu Grunde, er sagt nämlich (S. 44) ich hätte in meinen Berechnungen das tropische Jahr für eine eonstante Größe angenommen , oder wissenschaftlich ausgedrückt, ich hätte die seerdäre Präcession nicht mitgerechnet. Dieses ist aber nicht der Fall; der Vers, vermuthet es nur, weil er findet, daß ich Lei manchen Berechnungen (wie z. B. Jesode Haibur S. 34) die seculäre Präcession ganz unbeachtet gelassen habe. Dies geschah aber darum, weil in solchen Fällen die seerdäre Präeession auf das gesuchte Resultat von keiner Bedeutung ist.