Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 7 (1869)
- Issue
- 4 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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272 I. Plan zu einem neuen Gebetbuche. כולה פלזכיד, nur glaubt er, daß sei allerdings gestattet, doch pflichtgemäß sei es nur für den von ihm anberaumten Zeitpunkt. Wenn nun diese allein richtige Erwägung, daß das Lob nicht für den Tag gelte, sondern für das rechtzeitige Eintreffen der Witterungsbedürfnisse, schon in dem bisherigen Ritus seinen Ausdruck findet, so ist es nach unbefangener Betrachtung überall angemessen, Lob und Bitte das ganze Jahr hindurch zu sprechen, und für uns ist ein solches Verfahren durchaus geboten, wenn wir unser Gebet nicht zu einem sinnlosen Reden machen wollen?) 5. Zu S. 249. Weder Mattathias noch sein Vater Jochanan war Hohepriester, erst sein Sohn Jonathan ward es; ein historischer Jrrthum darf aber nicht im Gebete verewigt werden. 6. Zu S. 250. Es bedarf natürlich keiner Rechtfertigung, daß dieser nur in den Zeiten der härtesten Verfolgung entschuldbare Satz aus unserm Gotteshause verbannt bleibe, wie er schon seit Jahren hier und anderswo beseitigt worden. Immerhin aber bleibt es interessant zu erfahren, daß Hirz Treves, Cantor zu Frankfurt a. M. (erste Hälfte des 16. Jahrh.) in der von ihm veranstalteten Gebetbuchausgabe diesen Satz stillschweigend zu rück läßt, und daß Dies nicht irrthümlich geschehen, beweist seine Bemerkung, es seien 37 Sätze, beginnend mit Abinu Malkenu, und legt er dieser Anzahl eine symbolische Deutung unter, während es mit dem zurückgelassenen Satze 38 sein würden. 7. Zu S. 250. Nachdem die folgerichtige Ergänzung, wie sie ursprünglich gelautet: ״Denn sie bücken sich vor Eitlem und Nichtigem und beten zu einem Gotte, der nicht hilft, wir aber" — schon längst geschwunden ist, stellt sich die Nothwendigkeit einer weiteren Reinigung von selbst als unabweisbar heraus. 8. Zu S. 253. Die Auszeichnung dieser vier Sabbathe (Mischnah *) Für den ersten Peßachtag und für Schemini Azereth mag die herkömmliche Formel in Anlehnung an das deutsche Frühlings- und Herbstgebet immerhin bleiben.