Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 7 (1869)
- Issue
- 3 (1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
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Aegypten und bte Bücher Mose'r. 233 kurze Elegie auf den Tod seines Schwiegervaters, ein Gedicht an Jakobson, als es ihm gelang, die Aufhebung des Leibzolles in Braunschweig zu bewirken (1803). Auch deutsche Anmerkungen über die Werke Abt's und Mendelssohns befinden sich darin. 12. April. 15. Aegypten und die Bücher Mose's. Das alte Wunderland Aegypten, das älteste einer bedeutend vorgeschrittenen Civilisation, das, wie sein Nil, andere Länder überfluthend befruchtete, erschließt sich uns in neuerer Zeit immer mehr. Die Wissenschaft schreitet auf diesem Gebiete seit Cyampollion's großartigen, aber doch damals noch minder gesicherten Entdeckungen mit einer Sicherheit in ihren reichhaltigen Enthüllungen fort, daß der theilnehmende Beobachter, welcher sich an diesen Forschungen nicht selbstthätig betheiligen kann, wahrhaft überrascht ist, wenn ihm die Gelegenheit geboten wird, die Resultate der gewonnenen Erkenntniß in wohlgeordneter übersichtlicher Zusammenstellung zu betrachten. Fesselt Aegypten unsere Theilnahme schon als ältestes Land der Cultur, auf welchem so reiche und staunenerregende Denkmale denkender Thätigkeit, planvoller Machtentfaltung uns noch heute geblieben sind, um unfern Blick auf eine inhaltvolle geistige Arbeit aus einer längstentschwundenen Periode zurückzulenken: so wird diese Theilnahme mächtig erhöht durch den Einfluß, welchen Land und Bewohner auf empfängliche Nachbarvölker ausgeübt haben. Das Land selbst ist zwar durch seine Lage abgeschlossen und nur durch eine schmale Landzunge mit dem für Bildung empfänglichen nördlichen Festlande verbunden, und so waren auch seine Bewohner dem Verkehre mit den Fremden abgewendet, nicht geneigt sie im Auslande aufzusuchen wie gegen deren Eintritt in das eigne Land argwöhnisch. Allein der regsame, ja unruhige semitische Stamm, welcher das angränzende Nordland theils nomadisch durchstreifte theils als feste Ansiedler zum dauernden Wohnsitze sich gestaltete, ließ sich nicht abwehren, bald in friedlichem Verkehre Beziehungen mit dem reichen und so viele der menschlichen Wohlfahrt dienende Werke der Kunst darbietenden Lande anzuknüpfen, bald den Widerstand brechend Einfälle in das Land zu machen, die oft zu lange dauernder Uebermacht führten. Zu den nächsten Nachbarn hatte nun dieses Land ein Volk, wie es die Phönicier waren. Sie, welche es wagten und ver-