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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 4 (1868) · p. Seite 290

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 290 (sequence 50)
Language
German
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290 Aus Briefen. wo es heißt: זד ידודד בן פפוה שנעל את דדלת בפני אעותו. D. glaubt nun, in Sanhedrin sei gleichfalls Juda ben Papos statt umgekehrt zu lesen. Allein die erste Quelle hat für den eifersüchtigen Ehemann gerade gleichfalls den Namen: Papos ben Juda; so jerus. Sotah 1, 7 und bab. Gillin 90 a, und Papos wird wegen dieser übertriebenen Eifersucht gegen sein keineswegs leichtfertiges, sondern blos den gewöhnlichen Verkehr mit männlichen Verwandten nicht scheuendes Weib gerade getadelt, wie die Worte im jerus. Gem. und Midrasch zeigen, die man ihm entgegen hielt: נדיגין דוו אבדתך עבדין כן, pflegten etwa Deine Väter also zu thun? Schon als Ihr ״Parschandatha" erschienen, wies ich Ihnen brieflich nach, daß der unter dem Namen Raschi's gedruckte Kommentar zu Bereschith rabba fälschlich demselben beigelegt wird; neuerdings hält auch Senior Sachs daran fest, daß der Comm. Raschi angehöre. So wird es denn doch nothwendig sein, den Nachweis der Unächtheit zu veröffentlichen. Freilich nützt auch das nicht immer viel. So quält sich Hr. Zipser in seinem Schreiben über -,דג (Ben-Chanania 1867 Nr. 22) ab wegen eines Widerspruchs zwischen den Worten Raschi's zu Joma 11 und denen zu 1. Ehr. 5, 10, ohne zu bedenken, daß es bereits sattsam nachgewiesen ist, daß der Comm. zur Chronik nicht Raschi angehört, eine Einsicht, die schon Samuel Jafeh in Jefeh mareh (Kidduschin e. 1, §. 3) bekundet, indem er den Comm. einen ״Raschi beigelegten" nennt (ודנלפרעו דבליוחס לרעו״י בפי' ד׳זרי)! Von Hrn. Rabb. David Oppenheim, Gr.-Belskerek, 16. April. Betreffs der Bemerkung in Ihrer Zeitschrift bezüglich des vielgedeuteten בכל פרעות דעבור verweise ich auf meinen Artikel in dem hebr. Jahrbuch ״Bikkurim" (von Keller) II, S. 38 — 45, wo ich ebenfalls das Richtige darüber habe mit Verweisung auf das jerus. Thargum zu 1. Mos. 18, 3 und 21, 33, wo ויבריא die ,Wanderer" heißen. — Hingegen halte ich die Erklärung des schwierigen דרכיות oder דדכיות (oben S. 67) noch immer für sehr fraglich. Ich halte das erstere für die richtige Lesart, halte es für ein semitisches Wort, leite es von דרך ab, das im Syr. Afel die Bed. hat: erreichen, einholen, wovon auch das Substantiv אררכתא in der Gemara: Executionsschein, wie Raschi bereits richtig erläutert: לעוון רודף ובלעויג, und selbst das bibl. דדריכודו (Nicht. 20, 43)

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