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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1868-01-01 · 3 (1868) · p. Seite 240

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
6 (1868)
Issue
3 (1868)
Date
1868-01-01
Page
Seite 240 (sequence 80)
Language
German
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240 Aus Briefen. burger revue de theologie sind mit Herrn Taxo beschäftigt. Colani schreibt über die Analepsis, Carriere ebenfalls, Hilgenseld verspricht einen Artikel für das dritte Heft. Im zweiten giebt er einstweilen das?831t61׳imu Salomonis. Das soll ursprünglich griechisch sein! Der 17. Psalm uvgis uv avzog ßauikevg ri^uov slg %ov aIcova %a1 LH, offenbar ה' אתה הוא כ?להכר לעולם רעד ist gewiß hellenistisch; ich glaube nicht,daß ein griechisch schreibender Jude aixog für87 gesetzt und slg xov aiova aui hi gebraucht hat, das that nur ein Uebersetzer. fUeber die Assumptio Mosis ist früher Einiges gesprochen. Die ״salomonischen Psalmen" sind ein sehr farbloses Product, dem irgend ein characteristisches Moment, eine bestimmte Hindeutung auf Zeitverhältnisse kaum zu entnehmen ist, so daß der Streit darüber, ob es der makkabäischen oder herodäischen Zeit angehöre, aus ihm selbst kaum zu entscheiden ist, aber auch gerade deßhalb der ganze Streit gegenstandlos ist. Es geht wohl ein Zug durch das Ganze, die Priesterherrschaft, wenn sie auch nicht bestritten wird, zu ignoriren und die Ewigkeit der Herrschaft bei dem Davidischen Stamme zu betonen. Dies paßt aber für alle Zeiten bei den Gegnern der Zadokiten, der priesterlichen Makkabäer und der Sadducäer. In 17, 36 ist xQHrcog mgtog gewiß die Aenderung eines christlichen Abschreibers für avgiov gerade wie in der LXX Klgl. 4, 20. — Die Worte 17,84: £<0/8019־ai Exkvi] an ay.gov t7jg y7jg idetv xr\v öo^av «׳utoi, cpigovxag dSga rovg s^U'd'sv^xorag viovg amyg ^at offenbar die Stelle Jes. 66, 20 vor Augen mit Einschaltung des את vor כל אחיכם (vgl. diese Ztschr. Bd. V, S. 284 f), allein so fassen die Stelle auch bereits die LXX auf, wie denn der ganze Charakter dieses Psalteriums ein schroff absondernder ist. — Eine besondere Beachtung verdient die mehrmalige Erwähnung der Mischehen, welche mehr der früheren Zeit entspricht, besonders der Ausdruck iv cpvguy ava^sag (2, 15), Welcher eine Parallele ist für die äfu&a und inifu&a in dem zweiten Buche der Makkabäer 14, 3 und 38, worauf schon Urschrift S. 71 und Anm. 3 hingewiesen worden. — Nachträglich kommt abermals eine weitläustge Besprechung der ״Himmelfahrt des Moses" von Hilgenfeld in seiner Zeitschrift (1868 S. 273—309). Wir erwähnen daraus blos, daß auch er die Beziehung der oben S. 45 f besprochenen Stelle auf die Pharisäer richtig bekämpft, mit Unrecht aber Volkmar bestreitet,- wenn dieser darunter die Sadducäer versteht. Er selbst denkt an die späteren Herodäischen Fürsten, auf welche Mehreres jedoch gar nicht paßt. ©.] --

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