Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 5 (1867)
- Issue
- 1 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2420973-2420997-2420998--1288-2422371- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Abhandlungen. 1. Salomon Munk. (§5in Geschlecht von schöpferischer Strebsamkeit geht allmälig dahin; ob ein neues, auf den angebahnten Wegen fortschreitend, mit gleichem Ernste und gleicher Begabung ihm folget, wird erst die Zukunft vollkommen richtig beurtheilen können. Die drei letzten Bände unserer Zeitschrift haben einer verhältnißmäßig großen Zahl von Männern, die in Leben und Wissenschaft besonders verdienstlich gewirkt haben, Ehrendenkmale zu setzen die schmerzliche Veranlassung gehabt, und dabei wurden Andere, dienahezu denselben Anspruch erheben konnten, wie Moritz Veit und Jacob Weil, nicht hervorgehoben. Die Namen: Alexander Haindorf, Gotthold Salomon, Gabriel Rießer, Michael Sachs, Simon Pinsker, Isaak Noa Mannheimer, Samuel David Luzzatto sind ein Siebengestirn, dessen Glanz ein Zeitalter voll zu beleuchten vermag. Ihnen schließt sich nun bereits wieder einer der würdigsten und anerkanntesten Vertreter der Wissenschaft an: Salomon Munk, der am 6. d. von hinnen geschieden. Die tiefere Bedeutung eines Denkers und Gelehrten offenbart sich darin, daß sein Leben in die Zeitfragen mit eingreift, selbst wenn die amtliche Stellung ihn in dieselben nicht hineindrängt, selbst wenn er schriftstellerisch niemals die enggezogene Gränze des wissenschaftlichen Berufes überschreitet. Munk war ganz und ungetheilt ein Jünger der Wissenschaft, in der er zum Meister heranwuchs, und dennoch war er bei allen größeren Lebensfragen, die im Gebiete des Judenthums auftauchten, mit betheiligt. Vierteljahresschrift V. 1. 1