Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 4 (1866)
- Issue
- 3 (1866)
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 188 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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188 IV Die hebr. Handschriften in Paris. Mangel an Literaturkenntniß setzt es voraus, einen Jose ״cAkou1n“, Schüler des Maimonides, zu nennen (N. 261, 3 S. 34) statt Aknin (עכבי־ן; dort ist auch אתיצב für 'חת zu lesen), einen David de ״Duca Martina" (N. 307, 2 S. 41) st. Rocca Martica, einen Ephraim Me'ir Bonin (N. 359 S. 49) statt Ephr. b. Jakob aus Bonn, einen Astrüc ״Damök“ (91.1284, 2 S. 231) st. Ramoch אכובוכח mit Asbona wiederzugeben (N. 592 Ende S. 63) st. mit: Lissabon, zu dem Namen •יצחק בן, welcher dem Karäer Abu-Jakub beigelegt wird, יעולאלי hinzufügen zu wollen (N. 670, 4 S. 104), während לחלול zu suppliren ist, den als Sitz von Karäern bekannten Ort לוצקא mit ״Louthaqa“ wiederzugeben (das. Ende S. 105) statt ntit: Luzk, das ס' חבחול des Elia Levita als ״Grammatik, bestimmt für einen Jüngling" wiederzugeben (N. 1250, 2 S. 227. N. 1251, 1 S. 228), während doch ״Bachur" ein Name war, den Elia trug! Doch wir wollen nicht zu lange bei einzelnen Bemerkungen verweilen, wenn sie sich auch noch sehr vermehren lassen, wir würden auch diese unterdrückt haben, wenn es sich nicht um ein für jüdische Literaturgeschichte so sehr bedeutendes Werk handelte, und da läßt sich das Bedauern nicht zurückhalten, daß wir nicht einen Ka- Lalog erhalten haben, wie uns deren in neuerer Zeit namentlich durch Steinschneider geworden, die durch ein genaues Eingehn in die Handschriften unsere Kenntniß bereichern. Dieser Katalog aber ist sehr nackt und dürftig; wo er nichts Irriges enthält, giebt er auch fast Nichts, was aus Handschriften zur Berichtigung unserer gedruckten Texte und aus' ungedruckten Werken zur näheren Kenntniß derselben in so reichem Maße geschöpft werden kann. Die vierzig Seiten (S. 63—104), welche ausgesüllt werden mit allen Anfängen der Piutim, die uns bekannt sind, sich unzählige Male wiederholen und uns nur belästigen, wären ein hinreichender Raum gewesen, um uns aus andern Werken viele belehrende Mittheilungen zu machen. — Betrachtet man jedoch den Katalog blos als nacktes Verzeichniß, so erfüllt er seine Aufgabe recht gut und erleichtert durch geschickte Anordnung und andere dargebotene Hülfsmittel das Auffinden der Handschriften in einem Maße, das allen billigen Ansprüchen genügt. Der ganze Vorrath ist in 14 Ru-, briken vertheilt, und zwar: 1. Bibeltext und Uebersetzungen, 2. Concordanzen, Maßorah und Commentare 3. Halachah, Thalmud und Dependentien, 4. liturgische Schriften, 5. Theologie, 6. Kabbalah,