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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1864-01-01 · 3 · p. Seite 248

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
3 (1864-1865)
Issue
3
Date
1864-01-01
Page
Seite 248 (sequence 86)
Language
German
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L48 Umschau. Erbe, welches wir hinnehmen muffen, das erst allmälig umgestaltet werden kann. Es muß uns zu um so größerer Krastanstrengung auffordern, darf aber auch Nachsicht beanspruchen für manche Erscheinungen ״aus der Nachtseite des jüdischen Lebens." 14, September. V. Älte jüdische mathematische Schriften. Die ״Mischnath ha-Middoth" ist, dem gegebenen Versprechen gemäß (vgl. Bd. II. S. 69), von Steinschneider nach der Münchener Handschrift herausgegeben worden, als Gratnlationsschrift an Zunz. Das Schriftchen, aus fünf Kapiteln, die 42 Paragraphen enthalten, bestehend, umfaßt vier Octavseiten; außer einem Anhänge aus einer Schrift Abraham's ben Chija — über den die Nr. 4V der hebr. Bibl. noch andere Mittheilungen enthält — giebt St. die Stellen, in welchen von alten Autoritäten das Büchlein angeführt wird, und einige kurze Bemerkungen bietet die deutsche Einleitung. Die bis nun herrschende Unsicherheit über dieses Schriftchen ist hiemit geschwunden; dennoch breiten sich noch viele Dunkel über dasselbe, welche noch der Aufhellung entgegenharren. Der Inhalt ist durch die ungelenke Ausdrucksweise unklar, und bedarf es eines kundigen Mathematikers, der darüber genügenden Ausschuß gebe. Daß der Ausdruck noch mit dem fremdartigen Gegenstände zu ringen hat, beweist, daß das Büchlein alt ist, einer Zeit seinen Ursprung verdankt, in welcher die Kunstausdrücke noch nicht aus dem Arabischen durch Ucbersetzung festgestettt waren, und damit stimmt auch der Umstand, daß es als Mischnah, Baraitha, Midrasch von solchen alten Autoritäten, wie Raschi und seine Schule, angeführt wird, welche den arabischen Einflüssen nicht zugänglich waren. Andererseits scheint doch, daß manche eigenthümliche Ausdrücke in Abhängigkeit von dem Arabischen gebildet sind, sowie ״*ן חץ^, Pfeil, für sinus versus, משיחה Astaß, für die Grundlinie. Diese Wahrnehmuugen führen uns etwa nach Babylonien in das 9. Jahrhundert. Selbst der Name des Verfassers ist noch verhüllt; wenn man früher nach Aben-Esra den Namen Nathan festhielt, ihn auch sonst zu fin-

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