Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 4 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
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Schlachtregeln in arab Sprache. 317 מדרש ר,שכם (s. Anh. 1) בס׳ ויהי ביום השמיני) מדרש תנהלמא m bcm Excerpt aus כתאב אלוהדח Bl. 187, vgl. oben S. 240.׳ ש^ר מרבו (s. oben S. 242 A. 1). 6. Wenn es zulässig ist, aus dem im Anhänge mitgethcilten Material den literarischen Charakter des unbekannten Verfassers zu coustruiren, so dürsten folgende Züge hervortreten. Wir haben es mit einem gelehrten, bis zu einer in seiner Zeit herrschenden Pedanterie gründlichen Verfasser zu thun, der die Schriften der Gesetzlehrer sowohl als Excgeten kennt und benutzt. Er weiß es, daß seine auf den Grund gehenden Forschungen nicht von Vielen gesucht werden (Anhang Via), aber das hält ihn nicht ab, dem innern Drang zu folgen. Er erkennt die Bedeutung und das Verdienst der großen Autoritäten, und möchte ihnen nicht gerne falsche Ansichten zuerkennen; wenn er sich aber gegen eine solche Autorität entscheiden muß, so bleibt sie doch ,,die Quelle des Lichts und der Lehre" (Via), Wo Autoritäten einander gegenüberstehen in Dingen, die nicht sein eigentlich Gebiet sind, da bescheidet er sich mit einem ״Gott weiß es" (VId), anders, wenn er sein eigenes Urtheil durch Erkenutniß des Grundes gebildet, welcher den Vorgängern, z. B. Jbn Balam, nicht enthüllt worden (Via). In zweifelhaften Fällen, Leb recht zu Kimchi p. XLIX fand, welcher vermachet, daß wahrscheinlich auch Jehuda Jbn Balam das Werk gekannt habe. Gr ätz (Gesch. V, 555) beweist, ״daß das als alt geltende massoretische Werk אכלה ואוכלה, d. h. unsre große Massora jünger ist als Ben Ascher" aus den Worten des Jsak b. Jehuda [bas Buch heißt ׳ האשלD, der Verf. lebte Mitte XIII. Jahrh., s. Catai. p. 1418]: ומצאתי במסורתא רבתי וס׳ אכלה ואוכלה, woraus jeder Andre schließen würde, daß die ״große Massora"^ wenigstens die angeführte, eben nicht jenes Buch sei, wie dieß Hr. ״Chalil" (d. i. Alna- Ham Neubauer) aus den Worten Jbn Aknin's deducirt (Ben Chananja 1862 S. 58). Derselbe erwähnt in seiner Notiz über die pariser HS (die wohl Elia Levita's Bruder gehört hatte) auch ein ״Bücherverzeichniß einer Privatbibliothek" MS. Orf., und meint offenbar Cod. Uri 491, welcher sehr jung ist und nicht eine wirkliche Bibliothek beschreibt, abgesehen von den Interpolationen, zu denen auch (C arm o ly's) עקטון דמר יוסף gehört (s. Ersch u. Gr. S. II Bd. 31 S 59 und Catal. p. 1910).