Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 1 (1862)
- Issue
- 3 (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Haarbrncker: Tanchum. 195 aber daß Zade ein Cholem und Resch kein Dagesch hat, es müssen demnach einige Worte ausgefallen sein, die Dies aussagen. Die Anführungen bibl. Stellen, auch sonst angewendete hebr. Worte, sind sehr ungenau; der Herausg. läßt sie, bezeichnet sie aber durch 816. Dies unterbleibt jedoch einige Male, wo es gerade darauf ankommt. Zu Jos. 4, 18 bemerkt Th., an den Inf. könnten die, die Pra'position vertretenden Buchstaben angehängt werden, man könne daher כעלות sagen, doch nicht an das Verbum finitum, also nicht כעלות (S. 6 Z.!), l. כ^לו. Zu 5, 15 heißt es, Josua sei bei göttlichen Erscheinungen nicht in dem Maße alles Sinnlichen entkleidet gewesen wie Moses; bei diesem heiße cs daher של נעליך מעל רגליך (2 Mos. 3, 5), bei Josua jedoch של נעליך (S. 9 Z. 13) l. נעלך. Der Unterschied besteht, nach ihm, eben darin, daß bei Moses der Pl. steht, also alle Sinnlichkeit beseitigt werden soll, bei Josua der Sing., also nur ein Theil. Auf die falsche Anführung zu 10, 12 ff. כי שמים כעשן נלחמו aus Je,6 ,51 .׳ (S. 24 Z. 17) mach, der Herausg. aufmerksam, glaubt aber (S. IV), das könne nach der vorausgegangenen Erklärung nicht Schreibfehler sein. Das ist unrichtig; der Verf. sagt blos, daß vom Himmel und von den Gestirnen oft in sehr bildlicher Weise gesprochen werde, was natürlich von der richtigen LA. נבללהו mit demselben Rechte gilt. Hingegen ist die thalm. Anführung S. 14 Z. 7, קדוש bedeute sich heiligen durch Befolgung der Gebote, so daß es namentlich mit Beziehung auf 3 Mos. 19, 2. 4 Mos. 15, 40 heißt: זו קדושת כ27ות, das ist die Heiligkeit der Gebote, ganz richtig, und weiß ich nicht, weshalb der Herausg. das 11 durch ein Fragezeichen beanstandet. Der Hcransg. hat den im Codex mit hebr. Buchstaben geschriebenen Text (vgl. den beigegcbenen Holzschnitt) in arab. Buchstaben umgesctzt mit Ausnahme der hebr. Worte. Hierbei sind ihm einige Mißverständnisse begegnet, die auch dem Leser das Verständniß sehr erschweren. So sagt der Verf. in Beziehung auf l, 17, eine Dedingung könne dem Menschen doch nur aufcrlegt werden, wenn deren Erfüllung von ihm abhange, wenn es sei שיכול לקימך (S. 2 Z. 10). DaS arab. hat hier keinen Sinn, lies jedoch תנאי, Bedingung. Zu 5, 2 wird eine Ansicht erwähnt, welche das שנית dahin erklären will, daß Josua schon die unter Moses vorgenommene Beschneidung veranstaltet habe, wenn es auch nicht durch seine Hand, sondern auf seinen Befehl geschehen sei. Das sei gebräuchlich im