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Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben · 1862-01-01 · 2 (1862) · p. Seite 111

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Journal
Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
Volume
1 (1862)
Issue
2 (1862)
Date
1862-01-01
Page
Seite 111 (sequence 27)
Language
German
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Hl. Die Semitentafel. 111 Diese Liste, wie sie uns 1 Mos. 11, 10—26, vgl. V. 32 und 12, 4, vorliegt, erscheint der Sprache, der Form und dem Inhalte nach als eine Einfügung, die den Zusammenhang zwischen V. 9 und 27 Herstellen, die lecrgelassene Lücke ergänzen soll. Nachdem bereits 10,21 ff. die Geschlcchtsfolge der Semiten in größerer Ausführlichkeit gegeben worden mit Hinzufügung auch der Nachkommen Scm's, welche nicht Stammväter Abraham's sind, hinkt nun die Aufzählung der unmittelbaren Stammväter Abraham's nach mit Weglassung aller Seitenlinien, eine bloße Nachahmung der Liste der Sethiten in C. 5. Auch dort blieben alle Seitenlinien zurück, die zu Noah in keiner Beziehung stehen; allein diese Geschlechter waren alle durch die Fluth hinweg gespült, hatten keine Bedeutung mehr, werden daher nirgends genannt. Die Nachkommen Sem's aber bildeten große Völkerschaflen, die noch vorhanden waren, daher auch früher zum Theile vorkommen; sie konnten in den Stammcserinnerungen, wenn die Liste aus diesen heraus und nicht zur bloßen Ergänzung gearbeitet wurde, nicht übergangen werden. Daher ist auch die Zehnzahl der Stammväter von Sem bis Abraham ebenso hier festgehalten wie oben die von Adam bis Noah (vgl. Joseph. Alterth. 1. 3, 2. 6, 5 und Aboth 5, 2). Daher ist auch die ganze Form der Liste ein sklavischer Abdruck von der der Sethiten mit der jedesmaligen Wiederholung des ״er zeugte Söhne und Töchter" und aller einzelnen Nüancirungen, und dennoch wieder mit den Abweichungen, die ein Nachahmer nie ganz unterlassen wird. So erschien ihm die nochmalige Angabe der ganzen Lebenssumme, wie sie die Liste der Sethiten für jeden einzelnen Stammvater angiebt, überflüssig, nachdem seine Lebensjahre vor und nach der Zeugung des folgenden Stammvaters angegeben worden und ein Jeder durch Zusammenziehen sich selbst die Summe berechnen konnte. Der Samaritaner freilich, der überall die Conformität auf's Aeußerste Herzustetten trachtet, holt Dies nach. Noch mehr aber verräth der Zusatz seine spätere Zeit durch eine sprachliche Anomalie, deren er sich bedient. Nachdem er nämlich für die Angäbe des Lebensalters Sem's zur Zeit der Geburt Arpachschad's sich des Ausdrucks bedient: ב[ מאת שנה, wie es oben 5, 32 auch bei Noah mit p lautet, schließt er die Altcrsangabe der zwei unmittelbar folgenden Stammväter Arpachschad und Schelach, da sie Kinder zeugten, mit den Worten an: 'ושלה הי ,וארפכשר הי, und erst dann kehrt er zu dem Ausdrucke zurück, der in Cap. 5 gewöhnlich ist:

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