Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Journal
- Jüdische Zeitschrift für Wissenschaft und Leben
- Volume
- 2 (1863)
- Issue
- 1 (1863)
- Date
- 1863-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 72)
- Language
- German
- Belongs to
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Me jüdische mathematische Schriften. 69 Eine andere mathematische Schrift wurde erst in neuerer Zeit als solche erkannt. Noch spärlicher nämlich cüs das Büchlein Samuel's wird eine andere die 49 Middoth Nathan's angeführt, bald als Mischnah, bald als Baraitha, bald als Midrasch bezeichnet. Aus den angcfübrten Stellen ließ sich der Inhalt nicht recht erkenneu, und in Nathan glaubte man auch wieder einen alten Lehrer, und zwar einen noch älteren als Samuel, nämlich den Mischnahlehrcr Nathan aus dem Ende des 2. Jahrhunderts zu sehen. Hier wo selbst der Inhalt der Schrift unbestimmt war, fand der schwindelnde Scharfsinn einen wohlfeilen Tummelplatz für die seltsamsten Geistessprünge. Der Versicherung Carmoly's, daß nach einem ungedruckten Citate — welches er mitthcilte — das Büchlein mathemathischen, und zwar geometrischen Inhaltes sei und 49 Paragraphen enthalte, woher sein Name rühre — dieser Behauptung Carm.'s wollte man kein rechtes Vertrauen schenken. Die Bestätigung und Vermehrung der Beweise, welche ich nach Schorr's Mittheilungen brachte (a. a. O. V S. 457 A.), setzte dies jedoch außer Zweifel, und ich suchte dieses Resultat, das Büchlein gleichfalls in die nachthalm. aber vorarabische Zeit versetzend, näher zu begründen (das. VI 25—30). Auch dieses Büchlein hat nun Steinschneider in einer Münchener Handschr. aufgcfunden und giebt darüber a. a. O. Nr. 28 S. 109 f. einige Nachrichten. Er will dasselbe zum Drucke befördern. So wächst denn unsere Einsicht in den geschichtlichen Gang der geistigen Entwickelung auf erfreuliche Weise. 21. September 1862. 3. Ein Commentar Parchon's. Als im Jahre 1844 das Wörterbuch Salomo Parchon' s herausgegeben wurde, theilte der Herausgeber, S. G. Stern, Ln einer Schlnßbemerkung aus einem Briefe Reggio's (nicht Luzatto's, wie cs in der unten zu erwähnenden Notiz heißt) mit, dieser habe vor einigen Jahren eine Handschrift gesehen, welche einen Commentar zu den Büchern der h. S., beginnend mit dem Buche der Könige, enthalte. Aus den Versen am Ende werde es wahrscheinlich, daß dieser Commentar dem Salomo Parchon angehöre; derselbe sei kurz, grammatisch, enthalte eine Lese aus alten Schriftstellern, wie Chajug, Abulwalid u. A., und sei deßhalb werthvoll. Später