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Central-Anzeiger für jüdische Litteratur · 1890-09-01 · Heft 5-6 (September 1890) · p. Seite 99

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Journal
Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
Volume
1 (1890)
Issue
Heft 5-6 (September 1890)
Date
1890-09-01
Page
Seite 99 (sequence 3)
Language
German
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99 tiiit dör wenigstens die streng abstracte Auflassung, die er in der spanischjüdischen Religionsphilosophie gefunden hat, nicht leicht in Einklang zu bringen war. Auf diesem schwankenden Boden erwuchs auch der Sabbatianismus, dessen theologisches Princip selbst seine Gegner* sofern sie nur Kabbalisten oder Theologen von Fache waren, gar nicht so fremd erscheinen konnte, nachdem gleichartige Lehren und Ideen auch aus dem überkommenen Schrifttume sich nachweisen Hessen. Auch Jonatan Eibenschitz hat, wie aus den in vorliegen־ der Schrift veröffentlichen Aufzeichnungen seines Schülers Simon Buchhalter hervorgeht, die in dem Sabbatianismus vertretenen Theorien nicht blindlings abgelehnt *, er hat kein Wort des Tadels gegen die Anhänger derselben, beschäftigt sich vielmehr, wovon die Briefe hinlänglich Zeugnis geben, mit denselben sehr eingehend und findet, im Ganzen genommen auch nichts Anderes als dass in der Gottheit ein absolutes und ein relatives Wesen zu unterscheiden sei, eine ״erste Ursache“, die über alle durch den Willen bedingte Aenderung erhaben ist, und eine aus ihr emanirte, die Ideen aller Potenzen in sich vereinende, in Schöpferkraft und Providenz sich offenbarende göttliche Hypostase, die wir als Gott selbst anzusehen haben (s. p. 50, 51, 64 ff. 68 u. a. St.). Eibenschitz’s Darlegungen haben vor anderen Schriften dieser Art den Vorzug einer, bei näherer Einsicht sich nicht verbergenden Klarheit, wie er denn überhaupt die kabbalistischen Lehren in ein philosophisches Gewand einzukleiden versteht־, doch dürfte sich ein sicheres und umfassendes Bild seiner theologischen Anschauung auch nach dem Inhalte dieser seiner Briefe sich nicht leicht entwerfen lassen, es sei denn, dass die noch ihrer Veröffentlichung harrenden Theile der vorliegenden Schrift festere Anhaltspunkte dafür ergeben.1)] ehrlich הכתב והמכתב, hebräische und jüdisch-deutsche Vorschriften, Heft I u. II, 16 S. (Riga, Schnakenburg.) eldad ha-dani אלדד הדני seine Berichte über die X Stamme und deren Ritus in verschiedenen Versionen nach Handschriften und alten Drucken mit Einleitung und Anmerkungen nebst einem Excurse über die Falascha und deren Gebräuche von Abraham Epstein. 8° Pressburg 1891, LI 192 S. [Der Herausgeber hat das gesammte Material über diese literarische Curiosität übersichtlich geordnet, in einer Einleitung die Resultate nach seiner Auffassung zu begründen gesucht. Es handelt sich hauptsächlich um das Vaterland und die Wahrheitsliebe Eldad’s. Die Bünden gegen letztere sollen in den guten Absichten eine Entschuldigung finden. Aber nur Dichter und Prediger dürfen erfinden und ausschmücken, weil man es voraussetzt. Welche Zwecke Eldad,!) Von Text- oder Druckfehlern seien hier notirt p. 1 Z. 4 נפלן f* נ^דוא? p. 5 z. 21 להרמ״ק f. י־להר״ק p• 19 z• 19 1הנותן ־; p• 29 1 13 v* f* מהרהור מהרמ״ז u רמ״ז f. רמ״ד (Mose Zacut ist gemeint).

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