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Central-Anzeiger für jüdische Litteratur · 1890-07-01 · Heft 4 (Juli 1890) · p. Seite 87

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Journal
Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
Volume
1 (1890)
Issue
Heft 4 (Juli 1890)
Date
1890-07-01
Page
Seite 87 (sequence 15)
Language
German
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— 87 — zum Inhalte haben und in allen werden uns früher nicht bekannt gewesene Urkunden, Briefe, Epitaphien u. dgl. mitgeteilt, die besonders über Persönlichkeiten und Ereignisse, welche der genannten Periode angehören, manchen dankenswerten Aufschluss darbieten. Reichhaltige Monographien dieser Art, die dazu noch hinsichtlich der Quellen, auf denen die zusammenfassende Darstellung beruht, den Vorzug besitzen, dass mit derselben Sorgsamkeit, mit der handschriftliche Ueberlieferungen eruirt werden, auch auf die nur mit Hilfe einer ausgedehnten Litteraturkenntnis aufzufindenden Angaben gedruckter Schriften Bedacht genommen wird, sind die bereits verzeichneten Werke von Kaufmann (Samson Wertheimer u. s. w. s C.A. S. 19, die letzte Vertreibung u. s. w. C.A. S. 83) und D embitz er (Kelilat Jofiu. s. w. C.A. S. 9), neben welchen auch die gleichzeitig erschienene Schrift Grünwalds (Jungbunzlauer Rabbiner C. Ä. S. 18), die zumeist aus heimischen Urkunden und Ueberlieferungen schöpft, beachtet zu werden verdient. Die erstgenannte Schrift Kaufmanns lässt uns das Licht erkennen, von welchem der Glanz ausging, der den Namen Samson Wertheimers im Andenken der Nachwelt umstrahlte. Der Verfasser lässt sich keine Urkunde, keine Notiz entgehen, die über W. und seine Kinder wie über Persönlichkeiten, die nachweislich mit ihnen in Verbindung standen, Nachricht giebt, und schafft aus diesem fleissig zusammengetragenen Stoffe ein biographisches Gemälde, in welchem vergessene Gestalten dieser Zeit wieder aus ihrem Dunkel hervortreten. Die Namen Wertheimer (mit dem Prädicate ״Hofjuden”) und Oppenheimer werden bereits in einem Verzeichnisse der in Wien wohnenden Juden (bei Wolf Gesch. d. Juden in Wien S. 259. 2G0) aufgeführt, was vielleicht darauf schliessen lässt, dass Samson W. schon früher durch verwandtschaftliche Beziehungen mit dortigen Familien verbunden war. Ueber Samuel Oppenheimer wird in vorliegender Schrift Mehreres mitgeteilt. Zu den Zeugnissen jüdischer Schriften S. 3 A. 3 ist noch Elisa b. Abraham (2. Vorr. zu □פי שני Ed. Altona) zu nennen, der gelegentlich der ehrenvollen Erwähnung Abraham Guggenheim’s, eines Enkels S. O’s letzteren ״als einen edlen Fürsprecher, desgleichen nicht zu finden ist” preist und sowol seine hohe Abstammung als auch seinen Einfluss bei Hofe hervorhebt (השתדלן הנדיב אשר לא נמצא כמוהו * ♦ ♦ הריר שמואל זצ״ל מווינא שהיה לו יד ושם אצל הקי״רה ממשפחה הרמה אופנהיים vg1.1 V01*w., wo er von David Oppenheim sagt, er stamme 1631;ממשפחה הגדולה והרמה אופנהיימר fügt bereits der Rabbiner Simon Wolf 0. seinem Namen die Worte מגזע אופגהיים המעולה hinzu s. Approb. zu El. Loanz Miclilal Jofi Ed. Amst.) In Heidelberg, woher Sam. 0. stammte, lebte 1691 sein Verwandter (viell. Bruder)

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