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Central-Anzeiger für jüdische Litteratur · 1890-05-01 · Heft 3 (Mai 1890) · p. Seite 60

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Journal
Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
Volume
1 (1890)
Issue
Heft 3 (Mai 1890)
Date
1890-05-01
Page
Seite 60 (sequence 12)
Language
German
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60 Verfasser (S. 27) ist es unbekannt geblieben, dass nach sicheren Quellen C. am 8. Juni 1723, 79 J. alt, aus deai Leben geschieden ist. (Steinschneider Hebr. Bibi. 16 S. 38)*). Die Begegnung 0. s. mit C. wird demnach etwa in das Jahr 1700 zu setzen sein. Die Äusserungen C’s. s. die dem katholisch gewordenen Grafen als Ketzereien erschienen, dienen dem Verf. nicht blos zur Charakterisirung der religiösen Anschauungen C\ s., er erblickt in denselben auch einen Beleg dafür, dass der Rationalismus in dem rabbinischen Judentume überhaupt keine Schranken fand. ״An den Buchstaben schon vom Talmud aus wenig gebunden, speculirt die Orthodoxie mit demselben nach Belieben und macht aus ihm, was sie will“ (S. 23). Das ist aber nur insoferne richtig, als allerlei Andeutungen in dem Schrittworte gesucht und gefunden werden konnten, doch durfte die Auslegung nicht zu einer Hinwegdeutung desselben, die auf eine Regierung überlieferter Lehren und Gesetzes Vorschriften hinauskam, sich gestalten. Auf jene Meinung sich stützend, glaubt der Verf. (S. 9 ff.) aus exegetischen Gründen dem Glauben an die leibliche Auferstehung der Todten einen anderen Inhalt verleihen zu dürfen, wofür aber von dem ״religiösen Standpunkt“ aus, der (S. 23) als der allein richtige bezeichnet wird, die Billigung wohl ausbleiben wird]. MOSES ADOLF, Nadab und Abihu oder der Untergang der Sauliden und des grössten Theils des Stammes Benjamin, Berlin 1890, Mayer & Müller, 39 S. [Der Verf. hat für die Deutung der Erzählungen Ri. 19, 20 2 Sam. 6 u. 21 den richtigen Gesichtspunkt gefunden. Die Gibeonim in letzteren sind Bewohner von Gibea (s. S. 8 ff.). Auch in dem pentateuchischen Berichte über den Tod Nadab’s und Abihu’s erkennnt er einen Reflex der gegen die benjaminitisehen Priestergeschlechter Abinadab und Abiel geführten Kämpfe. Die Bundeslade soll 20 Jahre in der Hand der Philister gewesen sein, was noch in 1. .Sam. 7, 2 angedeutet erscheint, wo ערלים für יערים zu lesen sei (nach Ps. 132, 6 muss sie aber doch in Kirjat-Jearim gestanden haben). In dieser Zeit, in der das Volk sehnlichst die Wiedererlangung derselben herbeiwünschte, erwachte die prophetische Begeisterung, von der besonders Saul ergriffen wurde, der den Kampf gegen die Philister aufnahm. Das Wort אתונות bedeutet in der ursprünglichen Uebersetzung nicht Eselinnen, sondern לאיתנות (lie ״zwei Steine in der Lade, in welcher nach dem allgemeinen Glauben Jahveh seinen Sitz hatte“ (S. 29). Ex. 17, 16 bedeutet: יד על כס יה «Das Denkmal auf dem Karmel“ (1 Sam. 15, 12) und die folgenden Worte bildeten die Inschrift desselben. Die Leser vorliegender Schritt werden sich leicht davon überzeugen, dass der Verf. seine Combination wissenschaftlich zu begründen sucht,] MÜLLER JOEL, Die Responsen der spanischen Lehrer des 10. Jahrhunderts, R. Mose, R. Chonoch, R. Josef ihn Abitur Berlin 1889, 4. 37 S. (Beilage zu: Siebenter Bericht über die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin) 4. 37 S. *)Zunz (Monatst. S. 28) hat in dem Datum (Oz. K. 3, 147) irrigerweise die Ziffer für die Jahrtausende zu den Einern zugezählt, falsch ist auch die Angabe in der Ueberschriftzu m. ch. Luzzatto’s Kiaggedicht (יום ש״ק ערב שבועות שנת תצ״ה in Finns Pirehe Zaphon II, 130.)

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