Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Journal
- Central-Anzeiger für jüdische Litteratur
- Volume
- 1 (1890)
- Issue
- Heft 2 (März 1890)
- Date
- 1890-03-01
- Page
- Seite 46 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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46 ist S. 73 in den Worten Isserleins (Pes. 142) nicht zu finden; der Name nRotenburg׳ war in demselben Aktenstücke einmal mit einfachem und das zweitemal mit doppeltem n geschrieben. — Über die Aussprache des hebräischen Chet bei den Rheinländern vgl. Josil Omez No. 21, Rapoport Kalir A. 10. Da ss die rheinländischen Juden Chet wie He sprechen, bezeugt auch Maharil llOab. — S. 80 ist ein charakteristisches Vorkommniss unerwähnt geblieben. Meisterlin, Rabbiner in Neustadt, trug in seiner Schule nur die Erläuterungen der Späteren (Acharonim) vor und liess die der älteren Schule (Rischonim) unberücksichtigt. Darauf gründeten zwei seiner Schüler ein Lehrhaus, in welchem nur auf letztere Bedacht genommen wurde. Dies wurde ihnen von Weil, Isr. Bruna, Isserlein u. A. unter der Bedingung gestattet, dass sie keine Rabbinatsfunktionen ausüben (Weil 161 Isr. Bruna 227). — S. 87 A. 2 s. M. Minz No. 33, wo bemerkt wird, dass selbst wohlhabende Studiosen die den Scholaren ausgesetzten Stipendien annahmen. Das. Baehurim wohnten beim Lehrer (s. Weil 118). — S. 88. Am Freitag Abend pflegten die Studenten sich eine vergnügte Stunde zu machen, wobei es manchmal über die Rabbiner liergieng (Bruna 189), sie richteten sich nicht immer nach den Mahnungen d. Lehrer (das. 118) und belustigten sich Samstag Nachmittag im Synagogenhofe, wobei es Schlägereien gab (Agudda bei Weil 28 b).1) — S. 91 A. 1 vgl. Resp. Juda Minz. No. 7, Pressei Geschichte der Juden in Ulm S. 8;אויערגעלט in Zeitschr. für Gesch. d. Juden in Deutschland I, 280 ist vielleicht: Uhrgeld (Beitrag zur Erhaltung der Stadtuhr). Zu den regelmässigen Judensteuern gehörten auch die ,,Neujahrsgelderעולים של ניתר1) לי) Maharil GA. 62 vgl. Isserlein Resp. 195, über die Bettsteuer s. Isserlein das. 346, Wolf Gesch. d. Juden in Wien S. 3• — Zu S. 98, 99 vgl. Iss. Pesakim 210. — Dass der Verfasser eines Epitaphs auch seinen Namen akrostichisch in demselben andeutet, scheint auch sonst vorgekommen zu sein (s. Jahrb. 7 S. 168). — S. 100 war auch Miniein, Minz’s Frau, zu nennen, die als ״die lobwürdige Herrin, geschmückt mit der Krone der Lehre und der Frömmigkeitיי gerühmt wurde (M. Minz Resp. 77). Wer die Rabbinerin beleidigt, beleidigt damit auch ihren Mann (das. 75). Ueber Ritualkenntnis der Frauen s auch Maharil Resp. 199, wo für דבר המים in neueren Drucken mit Recht □דברי הימי gesetzt wurde. Zu S. 108 A. 2 vgl. Juda Minz Resp. No. 7. — נפט ITY^J (נפתולי 10 b s. S. 103 A.) kann wie das folgende | בלשון לעז קיכליי zeigt, nur .,Kuchen-Nacht” bedeuten; ניטות Nt also — gateaux. — die urspriingliehe Aussprache des Wortes ״Holekreisch” (s. das.) ist nicht sicher (s. Wagenseil tela igneap. 201). Nach Resp. “j“ קתית No. 30 sind Cholkreisch *) Vielleicht sind aber hier Jiinglmge überhaupt gemeint.