Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- X. (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 93 (sequence 99)
- Language
- German
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9S Nehemia nur als Vater, nicht als Bruder des Reschglutha Ukba II. (Ukban dezuzita ein Seder Olam sutta), ebensowenig wie als Vater eines im späteren Ukba kennt. Den Text der Fürstenchronik zu verdächtigen, ist aber auch hier nicht nötig Rabbana Nehemia II. der Bruder Rabbana Ukba’s, erscheint auch im Talmud nicht als Fürst1), sondern nur als Fürstensohn, er ist also nicht identisch mit dem נחמיה ריש נלותא in B. M. 91 b um 270), sondern dessen Sohn. ״Rabbana Ukba“ ist derselbe wie der Ukban dezuzita (ben Nehemia) des kleinen Chronikons und der Ukbau ben Nehemia mit dem Beinamen Nathan dezuzita (Schabb. 56b.) des Talmud. Die komplicierten Veränderungen, die Brüll, wie früher auch hier vornehmen will, sind also nicht erforderlich. Der Baba Mezia91b mit R. Aschi zusammen auftretende Fürst Nehemia ist das, als was er in der Fürstenchronik erscheint, der Vater von (Akabja2), Ukban dezuzita, Huna Mar, (Ukba?3) und des im Talmud als ״Bruder des Fürsten“ genannten Nehemia. Da zwei von diesen Söhnen aber als Enkel Rab’s4) Vorkommen, so muss Nehemia I. eine Tochter Rab’s zur Gemahlin gehabt haben, der ja als Neffe R. Chija’s sein Verwandter war.5) Dieselbe mag, wenn wir annehmen, dass Rab, als er nach Babylonien zurückkehrte, ein dreissiger war, also c. 190 geboren ist, etwa um 235 geboren sein, also als ihr Gemahl um c. 270 Fürst wurde, ungefähr 35 Jahre alt gewesen sein.6) Ihr Einfluss auf denselben muss ein nicht grosser oder nicht im Geiste ihres grossen Vaters gewesen sein, wenn, wie wahr- *) Nur Schabb 20 b hat der einzige Codex ״München“ die Lesart ״Reschglutha״ (statt Bruder des Reschglutha), worauf sich Brüll 1. c. beruft 2) Darüber weiter bei Ukba II. 3) Derselbe fehlt in dem hier freilich lückenhaften Pariser Manuscript. Siehe weiter unten. 4) בני ברתיה דרב Chulin 92a. S. weiter Anm. 6. 5) S. oben in Kap. II S. 84 Anm. 3. 6) Es ist also gar kein Grund vorhanden, wie Grätz IY, 351 anzunehmen scheint, Nehemia zum Enkel, seinen Yater Nathan zum Schwiegersohn u. Nehemiä’s Söhne zu Urenkeln Rab’s zu machen (cf. S. 314; anders indess Grätz das. S. 496, 497 f.)