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Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1890-01-01 · X. (1890) · p. Seite 58

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Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
X. (1890)
Date
1890-01-01
Page
Seite 58 (sequence 64)
Language
German
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58 nach einer viel gewöhnlicheren Ansicht aber nur der Nachkomme einer seiner Töchter und eines Benjaminiten.1) Babylonische Davi• diden wären also in der Zeit nach Esra mindestens um 50 v. Ch1\ nachzuweisen. Ohne Frage liess die Pietät der Juden gegen ihr angestammtes Herrscherhaus, und wohl in noch höherem Grade die von den Propheten erweckte Hoffnung auf eine glänzendeZukunft durch ein Glied dieses Hauses2) die babylon. Linie3) eine ebenso geachtete Stellung unter ihnen einnehmen, wie sie die palästinensisehe3) bis zu den Makkabäerkämpfen4) behauptet hatte. Von um so reellerer Bedeutung musste der Einfluss dieser Familie, die sicherlich als die erste, als eine Art Häuptlingsgeschlecht galt4) werden, je mehr die an sich schon zahlreichen jüdischen Colonien in den Euphratländern5) durch starke und immer stärkere . ף S. unten, Ber. rabba 98 S. 110b nach einem david. Stammbaum. Keim. Jesus v. Nazara, I, 328. Ber. r. Kap. 32 Jer. Kilaim IX, 4. Jer. Taanit 68a. Nach letzt. Stelle wäre R, Chi ja ein Nachk. Schefatja’s, nach Ketubot 62b nur בן שסעי אחי דוד Cf. Kirchheiin in Orient 1848 S. 613. 2) Einl. S. 2. Vergh bes. Makk. I, 2, 57. Psalmen Salomos XVII, 23—27. Schürer II, 430. Siehe auch Ps. S. XVII, 78 wo die Hasmonäer als Usurpatoren des david. Thrones erscheinen. 3) Eine palästinensisch davidische Familie erstand bekanntlich von neuem durch Hillel und sein Geschlecht. Dieselbe gelangte niemals zu solchem Ansehen, wie die babylon. Cf. Jer. Kilaim 9, 4, Ber. rabba cap. 32. Ihre weniger erlauchte Abkunft gibt sie sogar selbst zu (1. c. wo Rabbi Jehuda hanasi erklärt הוא (ר״ג) מיהודה ואני מבנימין, הוא מן דכריא דיהודה ואנא מן ניקבאתא; אין סליק רב הונא ריש גלותא להבא אנא מותיב לעימנאי• 4) Oben S. 56. Herzfeld’s Hypothese, dass diese altpalästin. Davididen (über dies. das. I, 256 ff. 378—387, II 194, 396 u. s.) nach ihrer Verdrängung und Ausschliessung von der Fürsten würde durch die Makkabäer, nach Babel gewandert seien (cf. Makrizi bei de Sacy ״Chrest. arabe“ I, 100, wo von der Auswanderung einer jüd. Partei über 300 Jahre nach dem Tempelbau nach Babylon erzählt wird) und seit jener Zeit die Ehrenstellung der babyl. Davididen datiere, ist unbegründet. ö) Cf. Herzfeld an viel. Stellen bes. 433 im III. Bd. Vergleiche auch die verhältnissmässig sehr geringen Zahlen in den Listen der Zurückgewanderten bei ״Esra“ und ״Nehemia“. Schürer II, 496. Babel hiess desshalb geradezu ארץ ישראל (Gen. rabba cap. 16), Vergl. Plinius VI, 31, wo ein Distrikt in d. Geg. v. Arbela ״Palästina“ genannt. Grätz IV. 437. Herzfeld II, VII unten.

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