Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- IX. (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 99)
- Language
- German
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95 Stelle als eine durch das folgende שנאמד sich erklärende irrige Dittographie zu streichen. Zu Seite 189 No. 12 vgl. Geiger jüdische Zeitschrift 7 Seite 125—127. Öffenbar haben wir in der Mischna, die den Priestern den Profangebrauch des zu Opferzwecken dienenden Satzes gestattet, die jüngere Fassung vor uns. Zu bemerken ist noch schliesslich, dass Simon Duran (מלהמח מצרה Ed. Leipzig p. 30) Maimuni nachrühmt, dass er auch anderem auch den kleinen Sifre durchforscht habe (* זא היחה ק'״יה אשר שגבה ממגד ־ ספרא רבה וספרא דטא). Auch als Redensart ist diese Angabe nur durch die Voraussetzung, dass die Existenz eines Midrasch dieses Namens bekannt war, erklärlich. — Dr. Philipp Bloch ״die ersten Cnlturbestrebungen der jüdischen Gemeinde Posen unter preussischer Herrschaft“ (S. 194—217), zeigt, dass die Berufung Akiba Eger’s als Rabbiner (1815) nicht ohne lebhatten Widerspruch vor sich ging. Intressant wäre es gewesen, bei dieser Gelegenheit zu erfahren, ob Abraham Asch, der als Führer der Gegenpartei erscheint (8. 201 A. 1) mit demVerfasser des wertvolle krititische Glossen zum Talmud enthaltenden מראה אש (und zweier andern Schriften) identisch ist. Asch bearbeitet den Talmud in derselben Art wie R. Jesaia Berlin, der in der That bei seinen Lebzeiten die Veröffentlichung dieses später erschienen Werkes, dessen Wert er am Besten zu würdigen wusste, gerne gesehen hätte (8. Von־.). Asch war in späteren Jahren Rabbiner in Celle. Aus den Mitteilungen Blochs möge hier noch besonders die S. 205 a abgedruckte Urkunde hervorgehoben sein, nach welcher Samuel Margaliut (s. Perles in Frankels Mtsschr. 1864 S. 409 A.; Jahrb. 7 S. 42 A. 3) 1527 als Rabbiner in Posen angestellt wurde. — Ein fast völlig unbekanntes Gebiet historischer Kunde eröffnet uns die Geschichte des Landrabbinats in Schlesien von Dr. M. Brann (S 218—278), eine Frucht unermüdlicher Emsigkeit und äusserst sorgsamer Quellenforschung. Wir haben den angeführten Emzelnheiten nur einige ergänzende Notizen hinzuzufügen. S. 220 betreffs der ״Singer-Familie“ aus Prag, ist ein Sabbatlied beg. שדי בי־־אשיח סל יש ברא in ברכת המלין (Ed. Dyhernfurt 1743 6 b) und ein Lied zu Ausgang