Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1889-01-01 · IX. (1889) · page 43

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
IX. (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 43)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2418846-2418863--1572-2420466
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

39 und ihnen eine Strasse einräume. Den Gegenstand der übrigen Bitten hat der Erzähler vergessen.1) 29. R. Binjamin b. Serach versprach in seiner Sterbestunde, dass er, wenn der Gemeinde eine Verfolgung drohen sollte, sie früher davon in Kenntnis setzen werde. Nach seinem Tode sah man ihn noch im selben Jahre am Versöhnungstage in der Synagoge vor der heiligen Lade hingestreckt liegen und beten. Die Rabbiner fragten ihn, was das zu bedeuten *) Hebr Text. מעשה פעם אחת כשמס הגמון מוירצבורק ואסרו הגלחים נעשו־־. קרובינו פלוני הגמון ואמרו העיתים אין אנו חציבש קרוביכם הגמין כי אם אהד מקרובינו תעשו הגמון והיו (sic) שתיעשה חלוקים שנה או שנתים לפעם אחרת היו מביס זה את זה בהרבות ובסכינים ובתוך בך בא ליצן אחד לרבנא א״בן זצ״ל והיה בידו תפוח ואמר לי הליצן מורי ורבי תן לי התפוח שבידיך ובל מה שתצוה אעשה ואמר לו רבנא אב״ן אם •תרצה לעשות זה שאשאל ממך אתן לך לאכול ולשתות בטוב השיב לו כן ורבנא א״בן נתן לאותו ליצן לחם וגבינה ואמר לו• רבינו שהגלחים והעיתים מכים זה את (<*.!• in die Kirche) א״בן הכנס בתפלה זה ותכנס על כרחם ותשב על כסא ההגמון אמר לו הליצן שמא יהרגוני אמר לך אל תירא ועוד כי בבר נדרת לי לעשות בי־־י מה שאשאל ממך לסוף הלך ביניהם וזה נטלו בשערותיו וזה מכהו מכה גדולה ואותם שהיו מנגד אמרו קודם שהיינו עושים קי־יבבם הגמון תורם לכן היינו עושיכם זה הגמון ובן אמרו כמו כן האחרים ונעשו־ז הגמון• ונקרא שמו הגמון קירא וביקש ממנו רבינו א״בן שיתן לו ו' שאלות האחת שיניח ישראל הדרים תחתיו בלא מס והשנייה שיעשה לו בית דירה ורחוב שידורו בו היהודים ושאר השאלות שכחתי• Dieses Märchen ist wol nur eine andere Version der bei Fries Würzburger Chronik I S. 243 u. 244 mitgeteilten Sage über Bischof Heinrieh IV. (1202 -1207), genannt ״Meister Heinrich Käs״. Bischof Heinrich sei nämlich der Sohn eines fränkischen Bauern gewesen und habe die Schulen zu Würzburg besucht. Die Domkapitulare, welche sich nach dem Tode des Bischofs Konrad I. über die Wahl eines Nachfolgers nicht einigen konnten, seien auf den Einfall gekommen, einen Schüler, der ihnen zuerst auf der hohen Schule begegnen werde, zum Bischof zu erwählen. Heinrich, ein armer Schüler, habe nun das Glück gehabt, denselben zuerst in den Weg zu kommen und sei dadurch zur Bischofswürde gelangt. Von Jugend auf an geringe Kost gewöhnt, habe er auch als Bischof nur Brod und Käse gegessen und sei daher ״Heinrich Käsw genannt worden. Für fn-p ist demnach ppp zu lesen. Mau beachte auch, dass nach unserer Erzählung Elieser b. Natan dem Spassmacher ״Brod und Käse״ anbietet.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.