Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- VII. (1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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12 Elasar b. Asarja's: Elasar a.Bartota (7); Elasar v. Modiim (11); Elasar Chasma (18). Eine dritte Gruppe, einen Saz R. Ismaels und Aussprüche R. Akiba’s enthaltend, unterbricht die Reihe der Gleichnamigen und ist, wie wir noch zeigen werden, an eine andere Stelle zu versezen. Auch in Abot d. E. Natau, wo die ältere Eecension des Tractates Abot zur Grundlage erläuternder Ausführungen gemacht wird, folgen auf den Saz Akabja b. Mahalalel's (c. 19), der dort in anderer Gestalt erscheint, zwei Aussprüche des Priesterchefs Chananja, (c. 20), denen unmittelbar der Ausspruch R. Dosa b. Harchinas' sich anschliesst (c. 21). E. Chanina b. Dosa, dessen Aussprüche dann angeführt werden (c. 22)*), wurde wahrscheinlich als ein Sohn des R. Dosa b. Harchinas angesehen. Am Schlüsse des Abschnittes erscheinen nach dem Ausspruche R. Elasar b. Asarja’s die in Abot I., 16, 17 im Namen der Patriarchen R. Gamaliel und R. Simon’s, des Sohnes desselben, mitgeteilten Säze. Diese folgten sicherlich auch in dem Grundtexte auf 3, 17, da R. Gamaliel als Zeitgenosse und Mitpatriarch R. Elasar b. Asarja’s in der Reihe der Tradenten hier an seinem rechten Plaze erscheint und natürlich auch sein Sohn nicht übergangen werden konnte* 2). Es ist kaum zu bezweifeln, dass auch Ben- Soma’s und Ben-Asai's Säze noch zu dieser Partie gehören. *) Nur die in Abot 3, 9 mitgeteilten Aussprüche werden verzeichnet, der dritte (ib. 10) erscheint auch in Tosefta Berachot 3, 3 als Ergänzung zu M. Berach 5, 5. 2) Es braucht kaum bemerkt zu werden, dass R. Gamaliel II. als Autor des Sazes Abot I, 16 anzusehen ist. In Abot d. R. Nat. und in Cod. München (s. Tauszig נוה שלוס pag• 63) lautete der erste Teil ועשה לך רב וקנה לך חבר wie in dem Saze Josua b. Perachjas (I, 6). Die Mahnung ואל תרבה לעשר אומדות ist iQ dieser Form unverständlich. Es ist vielleicht לדרוש für לעשר zu lesen. Auch אומדות ist verdächtig. Die la. עומדות führt auf die Vermutung, dass es ursprünglich ע״י מד^ת oder ממדות gelautet habe. R. G. warnte demnach vor einem zu weit gehenden Gebrauche der bei der Schriftdeutung angewendeten hermeneutischen Formeln, wie er denn selbst von dieser Auslegungsmethode sich ganz ferne gehalten hat (s. Brüll Einl. p. 65). Die Stelle שלא יהא אדם ק אומדות (j• Taaa. 4, 4 s. Levy neuhebr. Wtb. I p. 94) beweist nichts gegen diese Vermutung, da der Ausdruck אומדות bereits die spätere Textesgestaltung dieses Ausspruchs reflectirt.