Mannheim
Compact Memory

Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur · 1877-01-01 · III. (1877) · page 205

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
Volume
III. (1877)
Date
1877-01-01
Page
– (sequence 205)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2418846-2418851--0680-2419569
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

In No. 2 liefert der Verf., dem eine sehr ausgebreitete Literaturkennt־ niss zu Gebote steht, zunächst (1—11) ein nach alphabetischer Reihenfolge geordnetes Verzeichniss sämmtiicher Werke der jüdischen Literatur, ehe von den Namen der Juden handeln• Vergessen wurden קב ונקי von Abraham David Laboth (Warschau 1868) Th. 2, .בדם שלמד von Salomo Haas (Pressburg 1846) und ein interessanter Briefwechsel über jüngere Eigennamen, die bei den Juden gebräuchlich sind, zwischen Ahron Wolfssohn und David Theodor in המאסף (Jahrgg. 6 249—253, 279—284). Das סדר גיטץ des R. Jakob Margoles (No 44) ist zum Theile im Anhänge zu .דרכי משד III. abgedruckt. Das Namen-Buch von Simcha Kohen (No. 50) ist nicht ganz richtig beschrieben. Dem Verfasser scheint kein vollständiges Exemplar desselben Vorgelegen zu haben. Der Text diesesWerkesumfasstnichtll4(wie auch in Kat. Rosenthal Anh. No. 2156 angegeben wird), sondern 117 und mit den Indices (9 Bl., hier werden nur 5 und bei R. nur 8 angegeben) 126 Quartblätter (vgl• auchRoest S. 1067). Mein Exemplar hat noch einen unpaginirten Anhang (8 Bl.) der ein Druckfehlerverzeichniss und Nachträge des Herausgebers enthält Der Aufgabe, die sich Hr. Dr. J. in dieser Schrift gestellt hat, wäre es entsprechend gewesen, auch die verschiedenen Quellen namhaft zu machen, auf die Simcha Kohen sowol in der Vorrede z]1 seinem Werke als auch in diesem selbst sich beruft. Durch die onomatologischen Collectaneen (S. 12—14) macht der Verf• seine Leser mit manchen diesbezüglichen Angaben bekannt, die seltenen Werken entnommen sind. Von höherem Werte ist die Zusammenstellung der Zeugnisse über ßezalel’s Schitta und besonders die reiche Auszüge darbietende Beschreibung eines von demselben verfassten Erklärungswerkes, das nur in einer einzigen Handschrift noch vorhanden ist. Von dem unermüdlich thätigen und kenntnissreichen Herausgeber, der einen grossen Theil der älteren hebräischen Literatur der Verborgenheit entrissen hat, haben wir, wie S. 4 angekündigt wird, eine Geschichte zweier berühmter Gelehrtenfamilien in Salonichi und, wie aus Halberstamm’s Briefe ersichtlich ist, bald den sechsten Band seines rühmlich bekannten Bet-ha-Midrasch zu erwarten. 25. מבוא המשנה. Einleitung in die Mischna, enthaltend das Wesen und die Lehrmethode der Gesetzeslehrer von Esra bis zum Abschlüsse der Mischna von Jacob Brüll, Rabbiner. Frankfurt a. M. 1876, Selbstverlag des Verfassers. 4 u. 296 S. 26. דור דור ודורשיו• Zur Geschichte der jüdischen Tradition von J. H. Weiss, Lector am Bet-ha-Midrasch in Wien. II. Th. Von der Zerstörung des zweiten Tempels bis zum Abschluss der Mischna. Wien. Winter 1876. 4 u. 264 S. Eine ausführliche Besprechung dieser beiden Werke, die über ein viel durchwandertes und doch wenig gekanntes Literaturgebiet reiches Licht verbreiten, behalten wir uns sowie die anderer zur Beurteilung uns zugekommener Schriften für den nächstfolgenden Jahrgang dieser Zeitschrift vor•

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.