Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Journal
- Jahrbücher für jüdische Geschichte und Litteratur
- Volume
- I. (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2418846-2418847--0074-2418961- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
67 Thronbesteigung seine Brüder sammt ihren Kindern als Geissein theils an den Hof des Kaisers Claudius und theils an den des Perserkönigs Artaban. Zu dem lezteren stand er, wie ib. 1— 3 berichtet wird, in einem freundschaftlichen Verhältnisse. Nun starb Artaban im J. 42 (vgl. Lindsay, a review of the history and coinage of the Parthians p. 63, Egli, Feldzüge in Armenien in Büdinger’s Untersuchungen zur römischen Kaisergeschichte I S. 360), Izates muss also mindestens um diese Zeit schon König gewesen sein. Im J. 61 war derselbe schon nicht mehr am Leben, da damals schon Monobaz als König von Adiabene erscheint (Tacitus ann. 15, 1, Dio Cassius 62, 20). Wenn nun Izates 24 Jahre regiert haben soll, wie Josephus (ant. 20, 4, 3) angiebt, so müsste er schon a. 36 den Thron bestiegen haben und konnte entweder nicht gleich nach seiner Thronbesteigung (wg 7zao&aß8 T1)r ßaaiksiav) seine Brüder zu Claudius gesendet haben oder Josephus ist hier ungenau. Dass hier das leztere der Fall ist, ergiebt sich aus einer anderen Betrachtung. Von Gotarzes, dem Nachfolger seines Bruders Vardanes im persischen Reiche, berichtet Josephus nämlich, dass er nach einer kurzen Regierungszeit gestorben sei ov *xokvv %q6vov 8$ inßovlrlg TsXsvrrlaccvTa (ant. 20, 3, 4) nicht so von Vardanes, dem Nachfolger jenes Artaban (II), der zu Izates freundschaftliche Beziehungen unterhielt 10). Nachdem nun Artaban 42 starb, so muss für Vardanes mindestens eine 3—4jährige Regierungsdauer (42-46) angenommen 10) Clinton a. a. 0. p. 247 Note y bringt die Angaben über die Söhne Artabans II. in Tac. an, 11, 18 mit denen ^des Jos. 1. c. in richtige Uebereinstimmung. Beide differiren nur darin, dass nach Jos. ant. 20, 3, 4 [tovtov . . . diadixtrut, '()voXoyrf0?]s 6 ddeXq>3q) und 20, 4, 2, wonach Y0logeses dem Izates die diesem von seinem Vater verliehenen Ehrenrechte zu entziehen suchte (tdq v7co rav 7rar^6q avToi öoO-flauq Ti/tug) Vologeses ebenfalls ein Sohn Artabans gewesen ist, Tacitus aber den medischen Statthalter Yonones als dessen Vater bezeichnet (vgl. an. 12, I4j. Trozdem Jos. hier nicht gut unterrichtet zu sein scheint, weiss er doch wie Tac. (1. c. 12, 44 ', dass die Brüder des Vologeses, der Armenerkönig Tiridat und der Mederkönig Facor blos 0f10 TtdrQiot, waren (ant. 1. c.).