Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- II. Band (1865-1866)
- Issue
- Heft 6 (März 1866)
- Date
- 1866-03-01
- Page
- Seite 465 (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
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- Aleppo 1× ep/1047811
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Literaturgeschichte der synagogalen Poesie. 465 Citat aus Mord. 2'^ 6. 2 ist richtig in Ayur S. 470. Samuel ben Kalonymos. Dieser sprach noch mit Elieser ben Natan aus Mainz (128'^ 11, d), erläuterte das Alenu- Gebet (vergl. Werk, S. 21, Anm. 1); nach einer Angabe des Jsak Elis war er der Vater des Rabbi Jehuda ben Samuel (gest. 1226). Die Stelle lautet: 5772777 ^7 877 22N N72^72 27^7 772^227 N2^22 727 2Ä82 V'7 N2777^ 272^78 72^22 52722:7^2272 2"2nn 772777^ 12^2272 721p N-'ONNI 2772P77 ^877272 "2 ^2 77722N77 28 PN^ "2 12 82^27272 1P777 2772^772 ^2 12 . . . ^72.7N 272^8 '2 12 Aehnlich lautet die Genealogie am Ende des Buchs. Samuel ben Kalonymos sturste also vor Eleasar ben Worms anzusetzen sein. S. 495. Schemata. Diesem Dichter gehören auch zwei Selichas an, erstens der Pismon 1N-N7 18272772 '2 5^8 ^57'22p im römischen Machsor (Mscpt., S. 203, d),die den Schluß?7N 77^27272 hat, und die Selicha -s5i?287 ^278, die alphabetisch am Schluß den Namen zeichnet: 8777 ''D 2727''7 77722^ 777' MN^' 2^2782 .MN''7 2"'82'' Das fünfzehnte Kapitel (S. 496 — 536) führt die Darstellung der Piut- Dichter vom Jahre 1300—1540 fort und das sechzehnte, letzte Kapitel (S. 536—.599) Piut- Dichter unbestimmter Zeit. S. 533. Dem David Vital ben Salomo gehören außer den Dichtungen noch das in Sch. Hag. (1,19) bezeichnte 77n777 2772 und das von Buxtorf Lidl. rat), angeführte N717 277272 an. S. 545 mag Benjamin ben Jehuda derselbe sein, der das Vorwort zu Kimchi's N2277 ^^2D ^77772 geschrieben hat. S. 586. Mose ben Jehuda Nagar ist wahrscheinlich der Sohn desselben Juda Nagar, der Commentarien zum Moreh (Venedig 1573) schrieb, demnach wäre der Commentator der Mechilta Nehorai Nagar (Sch. Hag., II, 46) eä. Livorno 1801 sein Bruder gewesen; eines Mose ben Elieser Nagara erwähnt auch Joseph di Trani (re8p. II, Nr. 19.). Zu der letzten Klasse ließen sich mehrere hinzufügen 2^7M7 N72PN ">?2 7^8, in Leket David von Juda Löb Schalit (S.29), das dasAkrostich P7N 2N228 -»28 hat, manche für das besonders seit Jsak Lurja üblich gewordene mitternächtliche Gebet abgefaßte Stücke, wie *7772^77p von Chajim Kohen aus Aleppo und andere. Den übrigen Theil des Werkes nehmen Noten (S. 600—24), Beilagen (S. 625 —47) und Nachträge (S. 648—53) ein, die dem Geschichtsforscher ein reiches Material bieten und eine gründlichere Erkenntniß der religiösen Dichtung anbahnen. Unter den Verzeichnissen vermissen wir ungern ein Verzeichniß der Gedichte nach ihren Anfängen geordnet, eines über die jaußer den Dichtern im Werke genannten und besprochenen Personen wie ein umständlicheres Verzeichniß der behandelten HUberg's Jllustrirte Monatshefte. H, 6. — Mürz 1866. Materien. Im übrigen scheiden wir von dem Werke, das reiche Schätze der Wissenschaft enthält, mit der tiefsten, regsten Hochachtung vor dem Nestor der jüdischen Wissenschaft, dem Vater der jüdischen Literaturgeschichte, den die Vorsehung noch lange zur Zierde der Wissenschaft, zur Ehre des Judenthums erhalten möge. Neh. Brüll. Die Zerstörung von Jerusalem durch Titus Flavius Vespasianus. EinVortrag, gehalten im Wissenschaftlichen Verein zu Duisburg von Dr. O. Jäger, Rector am Gymnasium zu Moers. 8. 2.Aufl. Moers, Spaarmann, 1865. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen, wenn sie in das Leben einziehen und dem gemeinen Verständnisse sich nähern, nur in klarer durchsichtiger Weise demselben erscheinen, nicht aber, die ihrem Inhalte eigenthümlichen Schattenseiten verbergend, nur einseitig vor dasselbe hintreten; noch mehr aber gilt dies, wenn solche in gelehrter und anziehender Form einem gemischten gebildeten Kreise dargeboten werden. Das Wesentliche muß, in welcher Form es auch immer erscheint, dasselbe bleiben, nur die Einkleidung muß gemeingefülliger, den oberflächlichen Betrachter mehr einladend sein, als dies bei streng wissenschaftlichen Darstellungen der Fall ist. In geschichtlichen Einzelvorträgen oder populären Vorlesungen wird dem letztere Momente gewöhnlich in reichem Maße Rechnung getragen, dagegen gegen die Wahrheit häufig gesündigt. Sie gehen gewöhnlich aus gegebenen Veranlassungen hervor oder tragen eine Tendenz in sich, die in dem betrachteten geschichtlichen Ereigniß sich abspiegeln und durchbrechen will und demselben daher eine Gestalt verleiht, an der auch der Gehalt mannichfache Verschränkungen erleidet. Subir^ven Bestrebungen zu Liebe werden statt reiner Geschichtsdarstellungen zuweilen Geschichtssurrogate geboten,, an denen tendenziöse Beisätze ein ansehnliches Theil haben. Wir wollen diesen Vorwurf wol nicht in vollem Maße auf den Verfasser angewendet wissen, können ihn aber nicht ganz davon freisprechen. Seine Darstellung ermangelt der geschichtlichen Treue und trägt in unliebsamer Weise antijüdische Tendenzen zur Schau, die hier am mindesten ihren Ausdruck finden konnten. So wird (S. 7) der hebräischen oder vielmehr aramäischen Sprache im Verhültniß zu den indogermanischen Idiomen ein rauher Klang zugeschrieben, was allenfalls richtig ist, doch Hütte durch ein „zwar" auch auf die Vorzüge desselben hingewiesen werden sollen. Daß sich die damalige Judenheit dem Heidenthume gegenüber höher fühlte, wird ihr als „Hochmuth" ungerechnet und von „Judäern" gesprochen, „die unterwürfig und geschmeidig auf der einen, stolz und spröde auf der andern Seite" waren, als wenn dies nicht jedes biedern Volks, welches am Rand seiner Vernichtung steht, Pflicht und Gewohnheit wäre, sich vor der Uebermacht zu schmiegen, aber das Selbstbewußtsein nur mehr in sich anzufachen. Von einem „priesterlichen 30