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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1866-02-01 · Heft 5 (Februar 1866) · p. Seite 359

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
II. Band (1865-1866)
Issue
Heft 5 (Februar 1866)
Date
1866-02-01
Page
Seite 359 (sequence 39)
Language
German
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Die Vertreibung der Juden aus Bödmen im Jahre 17 14. 359 Winkeln sich behüten, welcher mit Ihnen zu thun hat -und ohne Schaden davon kommen will. Ihr piäueftnum, obschon sie es höchstens zu leugnen sich bemühen, ist einer ehrliebenden Gemeinschaft nicht eout'or-in. Eben darumb haltet sie nichts ab von Verheelung alles geraubten, gestohlenen oder sonsten ungerechten Guhts, als wo sie handgreiflich die Verrathung besorgen können. Die Lxemylu der jüdischen tüllinwutor, so zu Prag ganz gemein und alle Jahr etliche sich zu ereignen pflegen, da ein Jud, wenn er sich schon zu einem Vermögen geschwungen, sich an dem, was von solchen Vermögen eigends sein ist, nicht begnüget, sondern auch seinen Orockitorilum den Theil, so ihnen gebühret, zu entziehen trachtet, daher seine aussteuernden Kinder nach und nach unvermerckt, wohin er abziele, sein gantzes Vermögen biß auf was weniges abtrettet und hernach sich von seinen Ermlitoreu klagen und in Arrest stecken lasset, in welchem Er auch bis an sein Ende verharret, es seye denn, daß Ihnen die OrLckitor68 so viel Nachlassen, daß Er sie ganz leicht abfertigen und hernach den Grund zu einem neuen künftigen Lüllinwnt legen könne. Mit Kurzem zu sagen, die Judenschaft sauget die Christen auf allerlei Ährt aus und machet sich kein Gewissen darob; zu geschweigen, was für Aergerlichkeiten von ihr in der christlichen Religion Entspringen, daß also auch ihr Verlust aus den Lande von Niemanden leicht zu bedauern kommt, als in so weit sie leider von so vielen Zeiten her fast das gantze Ooinermuiu an sich gerafft, welches durch ihre Abschaffung, wenn nicht Zeit und Llockulität gebraucht wird, einen allzu sehr empfindlichen Stoß leiden müßte." Vierte Abt Heilung. „1)Die jetzige rauhe Winterszeit und die Vielheit deren cloyortunckoium, so sich bey der Prager Judenschaft nach Anzeig derer Vormahligen Lon^oi ii)tione8 wenigstens gegen 20000*) Seelen belauffet, widerstrebt für sich selbsten einer gählingen '0 Die Zahl ist zu hoch gegriffen. Es waren etwa 7000 jüdische Seelen in Prag. PVergl. später.) Abschaffung, wann auch nichts Anderes wäre. Es ist nicht möglich, daß eine so große Anzahl, worunter eine Menge theils Kranker, theils Gebrechlicher, theils von Alter geschwächter, theils .Kinder sich befinden muß, zu Fuß absonderlich in Schnee und Frost fortkommen, weniger aber all ihr Sack und Pack auf dem Buckel mitschleppen können, das braucht also ein unzählbares Fuhrwerk, welches aber bey dieser ohnedeme durch die Kriegszeiten sich ergebenden Beklemigkeit für alle auff eine Zeit auffzubringen nicht möglich noch der meistentbeils arme von Tag zu Tag durch Handel, Betrug oder Handwerksarbeit ohne Vorrat oder Ueberscbuß lebende jüdiscbe Pöwel zu bezahlen im Stande ist. Der größte Theil des Pöwels also, wenn er mit Gewalt aus Prag gedrängt würde, müste olmfern davon auf den: Lande entweder in Wirtshäusern oder bey imrtwulur Christen, oder bey denen Landjuden, wann aber diese der Beherbergung nicht fähig und jene dann nicht zu zahlen habende oder nach Kurzem sich verzehrte Lumpengefind länger zu halten nicht gesinnt wäre auff der offenen Straße erliegen bleiben und in so rauher Jahreszeit crepiren, welches aber mit dem Christenthumb nicht wohl zusammen ghet und uhrsache seyn könnte, daß eine ansteckende Seuche und Sterb erst unter der vertriebenen Judenschafft und hernach unter dem gantzen Landvolck erfolget. „2) Nachdem die meisten angränzenden Länder, als Sachsen, Bayern, Oesterreich, keine Juden dulden, weniger neue auffnehmen, Ew. königl. Maj. auch nicht gesinnt seyn dürfften, mit so schädlichem und unvermöglichemVolk dero Erbkönigreich Hungarn überschwemmen zu lassen, so bleibet ihnen fast kein anderes rvooptaoulum übrig, als in Pohlen oder Brandenburg. In jenes Land ist ein weiter Weg und noch die Frage, ob die Itvyublio Pohlen an solchen Gästen einen Antheil haben wollte, in die brandenburgischen Länder oder inmittelst in das noch zum Theil besitzende Schlesien könnte man sich kein besonderes inotivum der reeipiruu^ vorstellen. Es bleibet allemahl hierbey

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