Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Journal
- Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
- Volume
- II. Band (1865-1866)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1865)
- Date
- 1865-12-01
- Page
- Seite 161 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Muütnrte MoMLkchk für die gefammten Interessen des Indenthums. December 1865. Arnold Mberg's RerlnZ m Mm. n. Band. 3. Heft. Inhalt: Der Schlüssel. Erzählung von Eduard kulkc. (Fortsetzung.) — Luzzatto. Von vr. ^lois Müller. (Mit Illustration.) — Der Talmud. Ein Vortrag von Tobias Cohn, Rabbiner zu Potsdam. — Geographische Charakterbilder aus Palästina. Die Umgebungen von Damaskus. Von I. W. (Mit Illustration.) — Der „Machsor" in der Stadtbibliothek zu Nürnberg. Von H. C. ö. Lriegleb, königl. baierscher Custos. — Judith. Nach dem Gemälde des Horaz Vernet. (Illustration.) — Israel Jakob, ein jüdischer Charakter aus der jüngsten Vergangenheit. — Die feierliche Einweihung einer neuen Synagoge in Algier. Von Uavcau. (Mit Illustration.) — Literatur. Biblische Stoffe in der neuen deutschen Dichtung. III. — Einiges .überHebbel, den Dichter der „Judith". — Mose ben Maimun's (Maimonides') Acht Kapitel. Von I)r. M. Duschak. — Jugendschriften. Von Eduard knLke. — Das Buch „Ochlah Wochlah" (Massora).— Kritische Anzeigen. 2iuniin leclibrs Iiakabdalali. — Gebete und Gesänge für das Neujahrs¬ und Versöhnungsfest. — Bibliographie. — Blicke aus der Zeit in dieZeit. Zur Judenfrage in Ungarn. Social-politischeBriefe eines ungarischen Patrioten. Mitgetheilt von M. Ehren- Iheil. (Fortsetzung.) — Chronik. Zur Tagesgeschichte: Deutschland. Afrika. Amerika. — Personalnachrichten. Nekrolog. — Gemeinde-, Cultus-, Schul- und Vereinsangelegenheiten. — Literatur, Buchhandel und Presse. — Theater und Musik. — Bildende Kunst. — Miscelle. er Schlüssel. Erzählung von Eduard Lulke. V. Der Herr mit dem Augenglas Jentel Frank war eine kluge Frau, (Fortsetzung.) Frau Frank erst machen sollen, muß ich erklären, daß Jentel Frank mit ihrer Bemerkung eine Anspielung machte auf eine Frau, deren Dochte Blümele der- und mit ihrem innern Wesen stimmte, selben in allem glich, und die in komiihre äußere Erscheinung sehr gut überscher Verwechselung der Zeitfolge die ein. In ihrer mittelgroßen, wenig zur Aehnlichkeit mit ihrer Tochter in den eben- Corpulenz geneigten Gestalt war fester angeführten Worten: „Ganz gerath' Muth, Entschlossenheit und Beharrlich-! ich mein'Blümele-Leben nach!" zu conkeit ausgedrückt, Eigenschaften, welche statiren pflegte. Jentel Frank war nicht in der sprechenden Physiognomie und! in dem Orte geboren, in welchem unsere dem . lebhaften Feuer der Augen Erzählung spielt; sie war aus dem t rinn keinen M noch mehr zum Ausdruck kamen. Wenn man ihr sagte, daß Felix ihr sowol geistig wie körperlich ähnlich sehe, pflegte sie dies gutwillig aufzunehmen Reich". Die Tochter wohlhabender Aeltern, wurde sie die Gattin eines reichen Mannes, mit dem sie glücklich und zufrieden lebte. Löb Frank war mit der stehenden Bemerkung: „Ganz ein vortrefflicher Mensch und ein prakgerath' ich mein' Blümele-Leben nach!"! tischer Geschäftsmann. Er war der — Für die Bekannten des Hauses be-; reichste Mann in der Gemeinde und durfte diese stehende Redensart keiner hatte das schönste Haus in der Gasse, weitern Erklärung, sie wußten, was, Oft ist ihm die „Roschhekohlswürde" damit gemeint sei. Denjenigen aber,! (das Amt des Vorstehers) angeboten welche die nähere Bekanntschaft der worden, denn er genoß seiner Wohl- Hilberg's Jllustrirte M-natshejte. II, s. — December 1SSS. 11