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Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums · 1865-04-01 · Heft 1 (April 1865) · p. Seite 21

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Journal
Illustrirte Monatshefte für die gesammten Interessen des Judenthums
Volume
I. Band (1865)
Issue
Heft 1 (April 1865)
Date
1865-04-01
Page
Seite 21 (sequence 29)
Language
German
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Moritz Oppenheim. 21 der deutschen Heimat. Er eilte 1825 über Bologna, Venedig und München, wo sein königlicher Gönner Ludwig ihn mit derselben Freundlichkeit, die er ihm schon zu Rom gewidmet batte, empfing, nach Frankfurt a. M. Daß Italien seiner nicht vergessen, davon zeugt die ihm jüngst zutheil gewordene Verleihung des Mauritius- und Lazarus-Ordens durch König Victor Emauuel. Hier beginnt unseres Erachtens eine neue Epoche in unseres Künstlers und Gesellschaftslebens in den Vordergrund. Der Künstler stieg aus einer Sphäre des gottbegeisterten Schaffens, in welcher wol das Streben, weniger aber das persönliche Naturell des Menschen heimisch werden kann, eine Stufe hinab in das menschliche Dasein. Was er als Wolken bisher unter sich gesehen, schwebte von jetzt an als erquickender, erfrischender Himmelsthau über dem, was er dem Menschentreiben ablauschte. Daß viele seiner Schöpfungen Beziehung zum Glauben hatten, Die Arche üoah's, nach einem Gemälde von Moritz Gppenheim. Schaffen. In Frankfurt kreuzte sich damals der römisch-deutsche Idealismus und der gesunde düsseldorfer Realismus; Oppenheim war einer der ersten frankfurter Künstler, die es verstanden, in ein Genre überzugchen, das beide Richtungen verschmolz. Waren es bisher die erhebenden Eindrücke Italiens, die ihn auf die Schilderung biblischer Scenen, ein seinem religiösen Sinne sympathisches Thema, gewiesen hatten, so trat jetzt wieder die naturwüchsige, kernige Naivetät des Familienwar bei einer Natur erklärlich, die so innig mit dem Gottesgedankeu verknüpft ist. Unter den zahlreichen Porträts, die er bei seiner Rückkehr nach Deutschland malte, heben wir das treffliche, charaktervolle und in vielfachen Abdrücken durch Deutschland verbreitete Bildniß Ludwig Börne's hervor (1828), dem er einige Jahre später!das von Heinrich Heine zur Seite . stellte. „Unsere Freunde", schreibt ihm Börne, „finden das Bild ähnlich

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