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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1938-01-01 · Heft 2 · p. Seite 103

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
5 (1938)
Issue
Heft 2
Date
1938-01-01
Page
Seite 103 (sequence 55)
Language
German
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IRI
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Koritschan, Kostl, Kruspach, Landshut, Leipnik, Loschitz (Loschentz), Messritsch, Namesch, (Namiest) Nemschitz, Paussramb, Pohrlitz (Pollitzer), Posskowitz, Prossnitz, Pulgram, Reinitz (M. Weisskirchen), Schelschitz, Seelowitz, Stanitz, (Steinitz), Strassnitz, Teltsch, Trebitsch und Trischt (Triesch). 2. Böhmen: Böheimb (Böhm), Eger, Friedland, Glattau (Klattau), Kassowitz (Kassejowitz), Pisk (Pisek), Pollen (Polna), Pötzen (bei Krumau?), Prager und Ranspurg (Ronsperg). 3. Deutschland: Aschkenes, Bachraeh, Berlin, Beytom (Beuthen) Bing (Bingen), Deutsch, Frankel, Füllt (Fulda), Hambach (vielleicht Heinsbach, Kurpfalz), Leydersdorff, Manheim, Marckbreiter, Oppenheimer, Preysach (Breisach), Schwabach, Sultzbacher, Wertheimb, und Zütz. 4. Österreich: Feldspurk, Harres (Gross-Harras), Krut, Michlstätter, Österreicher, Schweinburg und Spitz. 5. Ungarn (alte Grenzen) Malaczka, Mattersdorf und Pressburg 6. Anderen Ländern: Amsterdam, Kollisch, Krakauer, Lemberger, Pollak,47)Prisk (Brest-Litowsk) und Schidlof (Schidlovce, Polen?). In einer nur zu selten vorkommenden Deutlichkeit zeigt ein Protokoll im Akt J 125 des mährischen Landesarchives einen Nikolsburger Juden der noch von sich selbst behaupten kann, er stamme aus Niederösterreich, während dies sonst höchstens von den Nachkommen in Grabinschriften vermerkt zu werden pflegt. Es handelt sich um die Prozess-Sache eines gewissen Schlesinger gegen den Nikolsburger Stadtrat, in der vor dem Amtmann in Nikolsburg ein Jude namens Simon Frischau48) als Zeuge verhört wird. Das Protokoll enthält zuerst allgemeine Fragen, auf die der Zeage antwortet: „Simon Frischau heisse ich, bin 58 Jahre alt, in Hollabrunn in Österreich bin ich gebürtig, meine Hantierung 47) Nicht jeder „Pollak" muss aus Polen stammen. Ein lehrreiches Beispiel dafür ist der in Eisenstadt geborene Mayer Pollak, der im Jahre 1787 beim Hofkriegsrat um Verwendung bei einem Militärmagazin ansucht und darauf hinweist, dass er sich in Polen beim Verpflegswesen betätigt habe. Er dürfte mit dem 1790 in Eisenstadt verstorbenen Meir ben Rafael.M. D. (Mattersdorf?) identisch sein (Wachstein, Eisenstädter Inschriften, S. 31 u. 155) und stammt jedenfalls nicht aus Polen. 48) Nach dem Orte Frischau bei Misslitz. 103

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