Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 5 (1938)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 23)
- Language
- German
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Das führt uns um 10 Jahre in der Geschichte der Primaswürde zurück. Der früher genannte Abraham wird als sein Stiefsohn bezeichnet, der den Zunamen ,,Ason" von diesem seinem Stief¬ oder Pflegevater angenommen haben dürfte; sein eigentlicher Vater hatte Naftali Hirz ha-Levi Oettingen geheissen, der Arzt in Przemysl war. Nach Abraham Aron erscheint um 1710 Benjamin Meyerle als Vertreter der böhm. Landesjudenschaft, nach diesem im J. 1713 Wolf Levi aus Soor17), und erst nach ihm Simcha Popper, wohl ein Vetter Wolf Poppers aus Bresnitz; dieser nämlich figuriert erst 1749 als wirklicher Primator18). III. Vom Landesprimator Wolf Popper. Die Ascendenz und Descendenz dieses hervorragenden Mannes habe ich in „Popper" S. 6 bzw. S. 21 behandelt. Da die meisten exakten Daten nur von den betreffenden Grabschriften genommen werden können, so kommt alles auf deren richtige Lesung an. Mit schwerer Mühe konnte aus dem übertünchten Grabstein Wolf Poppers in Bresnitz als Todesjahr T'wpfi 1767 ermittelt werden (,,Popper" S. 18 Anm. 11). Herr Rabbiner Bernhard Glaser in Ronsperg (jetzt in Mies) schrieb mir (25. IV. 1926), dass sich ihm dieses Datum auch aus folgendem Grunde bestätigt: In seiner Gemeinde findet sich ein Schriftstück vor, allerdings, wie es scheint, nur eine Kopie, welches die Überschrift hat Dir* iwea ms» iwtn nupn p'th rapn rw ^ktoizü urna ,,Neue Verordnungen, die in der Synode von Smichow im Jahre 527 der kl. Z. (= 1767) im Lande Böhmen gemacht wurden"; es trägt 10 Unterschriften, allen voran ptD^JTQÖ EHßKß Sj^Kll „Wolf Poppers aus Bresnitz". Das Wort ,,Primas" fehlt; das mag aber auf die Bescheidenheit des Unterfertigers zurückzuführen sein. Diese Verordnungen betreffen zunächst den Luxus in den Landgemeinden, doch auch 17) Popper" S. 17. Betreffs aus „Soor" wurde ich belehrt, dass das ein Ort bei Trautenau ist. Jakobovits a. O. 365. Anm. 27, schreibt übrigens „Sahr" und nicht „Soor". 18) „Popper" S. 18, Anm. 10. II