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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1938-01-01 · Heft 2 · p. Seite 60

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
5 (1938)
Issue
Heft 2
Date
1938-01-01
Page
Seite 60 (sequence 12)
Language
German
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IRI
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Judenschaften aus den Ländern Polen und Böhmen vom 25. Februar 1560, die an den Breslauer Bischof Balthasar von Promnitz (1539—1562) in seiner Eigenschaft als Oberlandeshauptmann von Schlesien gerichtet ist6). „Hochwirdiger inn Gott, gnediger Fürst und Herre! E. F. G. seint unsere underthenige schuldige und gehorsame ganz willige Dinste mit höchstem Vleis und inn Demutt alle Zeit zu vor(?) bereit mit Wunschung derselbigen E. F. G. langwirge Gesuntheit, langes Lebenn, zeitlicher glückseliger und ewiger Wolf artt; gnediger Fürst und Herre, wir ahrmen Juden werden aus bewegenden und hochdringenden Ursachen uffs höchste genöttiget, unser Anligen und Nottzwang ahn E. F. G. als unserm gnedigem Fürsten und Herren zu suppliciren, inn Demutt und umb Gottes willen bitten, E. F. G. wollen umb Gottes und der Gerechtigkeit willen unser Bitte gnediges Gehör geben. Gnediger Fürst und Herre, E. F. G. werden sich gnediglichen zu erinnern wissen, welcher massen und gestalt etliche Juden durch bösen leichtfertigen und vergesslichen (?) Buben, [geschädigt wurden] welche den Juden wieder Gott, Ehre und Recht auch wider alle Billigkeit ohne alle gegebene Ursachen fehtlichen entsaget7). So ist E. F. G. auch wissentlich, dass die Rö. Kay. Maj. solche Reuberey inn ihren Kay. Maj. Kayserthumb Lannden und Gebietten keinesweges dulden noch leiden; das alles unangesehen, sind etliche Juden jämmerlichen und erbärmlichen umbkommen, erstochen, ermordet und beraubet und zum Theil mit weghgefüret, welche key serlich Geleit bey sich gehabt, und mit Gewaldt das key. Geleit überschritten und gebrochen haben. Deren dann etliche, die gefangen gewesen, umb ihre Misshandlungen8) gerechtfertiget9) und der polnischen Judenheit eingereicht worden (so z. B. betr. des Abhaltung der jüdischen Gottesdienste in Breslau, durch deren Verbot sowohl die böhmischen als auch die polnischen Messjuden in Breslau betroffen wurden.) — Eine gemeinsame Aktion der Judenschaften Polens, Böhmens und Mährens ist auch um 1600 betr. der Verhinderung der Ausweisung der Juden aus Zülz erfolgt, s. J. Rabin a. a. O. S. 14/15. 6) Staatsarch. Breslau Rep. 13 II, 21 a. 7) die Fehde angesagt (den Kampf angesagt). 8) .= schlechten Handlungen. 9) bestraft. % m

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