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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1938-01-01 · Heft 2 · p. Seite 52

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
5 (1938)
Issue
Heft 2
Date
1938-01-01
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Lebenslauf. Samuel Steinherz wurde am 16. Dezember 1857 in Güssing (Burgenland) als drittes Kind des Ehepaares Eduard und Franziska Steinherz, geb. Wechsler, geboren. Frühzeitig lernte er die religiösen Bräuche und Sitten Israels kennen, denn seine Eltern waren streng religiös und obendrein war das Burgenland, das Ländchen der Siebengemeinden'ft, berühmt durch den Ruf der Frömmigkeit und Religiosität zu jener Zeit, als Samuel Steinherz seine ersten Kinderjahre da verbrachte. Sein Vater war Realitätenhändler, vorher befasste er sich mit Getreidehandel. Insgesamt zählte die Familie Eduard Steinherz sieben Kinder. 1862 übersiedelten die Eltern Samuels nach Wien und kurz darauf nach Graz. Hier besuchte er die Volksschule und das Gymnasium. 1877 maturierte er und inskribierte an der Universität Graz zunächst Germanistik, nachher Geschichte. Das Studium unterbrach er auf ein Jahr, um seiner Militärdienstpflicht Genüge zu tun (1879). Am 12. Mai 1882 wurde er zum Doktor der Philosophie promoviert. Nach Erlangung des Doktorgrades wollte er sich nunmehr der Vertiefung des historischen Studiums widmen. Er begab sich nach Wien, wurde ordentliches Mitglied des Instituts für österreichische Geschichte, studierte gleichzeitig auch Kunstgeschichte. In Wien verblieb er sieben Jahre und kehrte 1889 nach Graz zurück, stürzte sich auf das Jusstudium und wurde im Jahre 1894 zum Doktor Juris promoviert. Im selben Jahre unternahm er im Auftrage der Kais. Akademie d. Wissenschaften in Wien Archivreisen, die ihn nach Rom, Venedig, Mailand, Florenz, Modena, Krakau und die meisten Städte Deutschlands brachten. Inzwischen war er mit seinen Eltern (1892) nach Wien übersiedelt und lernte seine künftige Gattin Sofie Kestel kennen, die er am 25. März 1896 ehelichte. Dieser Ehe entstammen zwei Söhne und drei Töchter. Ein Jahr vorher — 1895 — habilitierte er sich an der Universität Wien für österreichische Geschichte und drei Jahre darauf wurde ihm die venia legendi daselbst auf dem Gebiet der allgemeinen Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit ausgedehnt. 1879 erscheint der erste Band von Berichten, die das Ergebnis seiner Studien im Vatikanischen Archiv in Rom darstellen und die Nuntiaturberichte umfassen, welche in den Jahren 1560—1572 von 5£

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