Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
4 (1934)
Issue
Heft 1
Date
1934-01-01
Page
Seite 18 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2416673-2416690-2416691--0933-2417654
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Die mährischen Quellen zur jüdischen Geschichte und Genealogie. Von Dr. L. Moses (Wien). Wer jemals in die Lage kam, der genaueren genealogischen Erforschung einer aus Mähren stammenden jüdischen Familie sein Augenmerk zuzuwenden, wird sicher zunächst nach dem von Hugo Gold herausgegebenen Sammelwerk „Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart" (Brünn 1929) greifen. Gab es ja bis zum Erscheinen dieses Buches überhaupt kein halbwegs brauchbares Informationsmittel für den von aussen kommenden Forscher und andererseit dürfte in ganz Mitteleuropa auch kaum eine jüdische Familie zu finden sein, deren Geschichte nicht irgendwie mit diesem kleinen Ländchen in Zusammenhang stünde. Bei näherem Eingehen in die Geschichte einer mährisch-jüdischen Familie und der damit nolens-volens ganz selbstverständlichen Beschäftigung zeigt sich jedoch bald, dass die von Gold gebotenen Gemeindegeschichten, wie auch sein Geleitwort andeutet, nur ein Anfang, ein Rahmen sein konnten, den auszufüllen der Spezialforschung überlassen bleiben musste. Zweck dieser Zeilen soll es nun sein, die in solchen Forschungen gewonnenen Erfahrungen der interessierten Öffentlichkeit mitzuteilen und Anregungen zu geben, die ähnlichen Arbeiten förderlich sein könnten. Zunächst wird wohl jeder Forscher trachten, aus den vorhandenen Matriken möglichst viele Daten für seine Zwecke zu gewinnen. Die eigenartigen Verhältnisse zwingen aber schon in diesem Anfangsstadium oft zu einem Abgehen von diesem Arbeitsplan. Denn nur in wenigen alten Judengemeinden war und ist die Matrikenfühxung, seitdem sie obligat ist (1784) ganz auf der Höhe. Anerkennenswert ist die geradezu musterhafte Genauigkeit, mit der diese Register öffentlich-rechtlichen Charakters bei- 18

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.