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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
4 (1934)
Issue
Heft 1
Date
1934-01-01
Page
Seite 17 (sequence 18)
Language
German
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hat. Seine Nachkommen widmeten sich wohl um dem „alten spanischen Adel" gerecht zu werden, meistens der Offizierslaufbahn. Des ersten jüdischen Advokaten Enkel waren Moritz von Joelson, Oberst des Infanterie Regiments Nr. 17, Robert von Joelson, Geheimer Rat und Generalmajor, der dritte Enkel Alfred von Joelson erwarb den Freiherrstand, wurde Feldmarschal- 1 e u t n a n t und Inhaber des Infanterie Regiments Nr. 33. Die Familie von Joelson verschwägerte sich mit den altchristlichen Familien der Freiherren Dahlen-Orlaburg, Freiherrn von Scholley und den Freiherrn von Philippovice. Aber auch Rückfälle durch Allianzen mit getauften Judenfamilien weisen die Joel nun auf, des Adelserwerbers Enkelin Franziska von Bouvier (Tochter der in der Juden Conskription von 1797 erwähnten Cäcilie) heiratet den sachsen-weimarischen Konsul Leonhard Herrmann von Kraft. Dieser ist aber, was sein christlich-germanischer Name nicht vermuten lässt, ein Enkel des jüdischen Händlers Michael Kohn aus Markt Erlbach. Dr. Felix Joel, der Bruder von Dr. Karl Ritter von Joelson und von Ludwig Joelsdorf stirbt ungetauft und unbeweibt im Jahre 1856. Er spielt eine wichtige Rolle bei einer der grössten Finanztransaktionen des alten Österreichs. Er vermittelte, wie behauptet wird, zwischen dem Hause Rotschild und dem Finanzminister Grafen Stadion, als die Österreichische Nationalbank im Jahre 1819 die grosse Losanleihe von 55 Millionen Gulden aufnahm. Sein Verdienst bei diesem Geschäft wird verschieden zwischen 100.000 bis 400.000 Gulden geschätzt. Wahrlich, merkwürdig sind die Wege, die aus der Woliner Judengasse zu Kaiser Franz, den Schlachtfeldern der österreichischen Armee und die Ministerkabinette führen. 17

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