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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1934-01-01 · Heft 1 · p. Seite 14

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
4 (1934)
Issue
Heft 1
Date
1934-01-01
Page
Seite 14 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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men, Leopold II. und Maria Luisens" führt ein Gubernialdekret an die Prager Juden-Ältesten folgenden Inhalts an: „Nach dem Gutachten vom l.ten d. Monats wird kein * Anstand genommen, den prager Juden Abraham Dus e n s i, Raphael Joel und Simon J o s s die Aufsicht, damit zu jener Zeit, wo der feyerliche Einzug Sr. Majestät vor sich gehen wird, keinen Juden von männlichem und weiblichem Geschlechte, der nicht reinlich und geziemend gekleidet ist, der Zutritt unter was immer für einem Vorwande gestattet werde, anmit zu bewilligen, wovon erwähnte drei Individuen unter einem durch den prager Magistratsrath verständiget werden. Prag, am 4.ten August 1791/4 Kurze Zeit darauf war dem Dr. Joel Prag zu klein geworden und er übersiedelte nach Wien, wo er als Hof- und Gerichtsadvokat und öffentlicher Notarius tätig war. Auch hier gehörte er bald zu den Spitzen der Judenschaft, die zwar keine eigene Gemeinde bilden dürften, doch in den „Vertretern der Wiener Tolerierten'1 eine Repräsentanz hatten. Zu dieser kleinen Gruppe von Notabein gehörte auch Dr. Joel. Am 9. Oktober 1793 unterschreibt er mit Nathan Adam Freiherrn von Arnstein, Bernhard Freiherrn von Eskeles, David Wertheim und Joachim Leidesdorf ein Gesuch der Wiener tolerierten Judenschaft an die N. ö. Regierung, in dem sie eine Solidarhaftung für die Kosten des zu errichtenden Judenamtes ablehnen und bitten, dass die Einhebungsart der (von vorübergehend zugereisten Juden) zu erlegenden 30 Kreuzern so geartet sei, dass sie keineswegs einer Leibmauth gleichsehe. Die klug juristische Fassung des Gesuches stammt sicherlich von Dr. Joel, der sein Wissen und seine Fähigkeiten seinen Stammesgenossen zur Verfügung stellte. Sein Name erscheint auch in den Familienlisten der Wiener Judenschaft, die alljährlich; dem Judenamte und den sonstigen Behörden vorgelegt werden mussten. Am 20. May 1797 schildert er folgendermassen seinen Familienstand: 14

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