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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1933-02-01 · 2 (Februar 1933) · p. Seite 117

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
3 (1932-1933)
Issue
2 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 117 (sequence 53)
Language
German
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starb, die Witwe J ü d t e 1, von der wir schon sprachen. Sie war zugleich die Nichte ihres Mannes gewesen: ihr Großvater Abraham Salomon war nämlich der ältere Bruder Löbl und Calmon Salomons. Er hatte einen Sohn, Jüdtls Vater, der vor ihm gestorben sein muß, und eine Tochter Rysska und besaß ebenfalls ein Drittel von Nr. 21, das nach ihm an den Schwiegersohn Samuel Isak kam, der 1727 schuldenhalber nach Ungarn entwich. Das letzte Drittel hatte nach des Vaters Tod die Schwester C h a j e geerbt, die dreimal verheiratet war: zuerst mit Nota Schneider, dann mit Jakob Benjamin, zuletzt mit Löbl Markus. Nota war Sohn des Juda Sehne id e r und der Rysska, Tochter des Löbl S c h 1 u m a, der Nr. 13 (etwa dort, wo heute die beiden Häuser Tempelgasse 10, K. - Nr. 41, und 12 stehen) von Mauschl Schnaid gekauft hatte. Nach einer großen Feuersbrunst in der Judenstadt 1682, in der mit den meisten anderen Häusern auch dieses abgebrannt war, erbaute es Juda wieder und gab davon zunächst seinem Sohn Note ein kleines Stübchen gegen die Brücke mit freiem Ein- und Ausgang durchs Vorhaus; zum Hause gehörte auch ein Plätzchen zur Errichtung einer Laubhütte. 1699 wurde Nota der Erbe des Vaters, wobei ihm von den jüdischen Gerichten aufgetragen wurde, seinem Bruder Kaiman und seiner Schwester Braune, „wann sie sich über kurz oder lang verheiraten möchten", 50 fl. bezw. 100 fl. bar zu bezahlen. Seine Witwe C h a j a erbte nach ihm die Hälfte des Hauses. Ihr zweiter Mann war herrschaftlicher Bestandlederer. Er „machte als solcher einen Rest" von 339 fl. in die Renten und 58 fl. ins Waisenamt, entwich „in Ungarn" und „wollte sich zur Bezahlung der gemachten Terminen nicht bequemen", muß übrigens auch bald gestorben sein. Der dritte Mann Chajas (1715) war Schulklopper. Das Haus war inzwischen in der Schule (d. h. im Tempel) dreimal ausgerufen worden und wurde nun diesem LöblMarkus verkauft, der sich verpflichten mußte, sofort 50 fl. und weiter jährlich zu Weihnachten 20 fl. bis zur völligen Abtragung der Schuld zu zahlen. Ein Viertel des Hauses hatte sein Stiefsohn Juda Schneider, Nota Schneiders Sohn, das letzte dessen Bruder Hersehl Naton geerbt. Jenem überließ Löbl Markus 1716 dafür im Tauschweg sein eigenes bisheriges Hausdrittel Nr. 21, dem Hersehl kaufte er seinen Anteil für 60 fl. ab, u. zw. zahlte er ihm sofort bar 28 fl., 16 fl. soll- 117

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