Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 4 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 300 (sequence 66)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2416673-2416680-2416685--0641-2417362- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
<vernichtet) et .uniyers^e ejusdem facitotes p£r u^Umm ©?§#PPta£ exstite^:nut.,, fa einer Konskription yora Jahre 17J4 de^e^en Archives heißt es: „Isak Oeiarin'ger wohnt s§it seiner Q^b^t iji Ungarn. Steht seiner -sämtlichen Waren und eines H#use3 eijthjößt unter Sequester. Raphael und L^arus Geiringer stehen ^enfglls unter Sequester." Schließlich wirft das bereits erwähnte historische Dokument auf die kritische wirtschaftliche Lage ein grelles licht. Es lautet in deutscher Fassung: „Dieses bleibe zur Erinnerung, zum Zeichen und als klares Zeugnis für das Ereignis, das unsere Oemeinde betroffen, wegen einiger Männer mit Namen JReb Izig Greilinger s. A. Vorsteher, und Reb Mosche Herzfelder Vorstandsbeisitzer, welche bei dem Herrn Hauptmann Schwarz eine größere Anleihe machten. Niemand in unserer Gemeinde hatte eine Ahnung von diesem Darlehen, außer Reb Schmaje Blau, Reb Wolf Eibeniz und Reb jakub Chajet, weil diese als Vorstandsmitglieder unter dem Vorsitze der beiden Gemeindevorsteher und Kompagnons, im Namen der Gemeinde, die Haftung für den geliehenen größeren Betrag mit eigenhändiger Unterschrift und Obligoübernommen hatten. Nachdem jedoch die Kompagnons Reb Izig s. A, und erwähnter Reb Moscheh im Jahre 5529 1769 banquerott geworden, und nachträglich es offenkundig wurde, welche Geldmanipulationen im Namen der Gemeinde gemacht wurden und man nicht in der Lage war, den Gläubiger zu befriedigen, hat die ganze Gemeinde Angst und Zittern ergriffen. Dieser sich 10 Jahre hinziehende Prozeß, weil die Gemeinde auf Hintergehen derselben und Nichtzahlung des aufgenommenen Betrages beharrte, hat der Gemeinde viel Gerichtskosten verursacht, den Höhepunkt erreichte die Aufregung in der Gemeinde, aber als die kön. Tafel in Pest, die Gemeinde zur Zahlung von fl. 7000.— an Hauptmann Schwarz, verpflichtete. Denn Letzterer hat hierauf sofort unsere Häuser exequiren lassen, ebenso das Haus des Reb Jakob, Schwiegersohn des Schlome, das Gemeindehaus, das früher dem Reb Icig, Sohn des Reb Sanvil, s. A., gehörte und das Häuschen zum Friedhofe, wie auch ließ er alle Tempelsitze in unserer Synagoge exequiren d. h. den Sitz, indem sich Keiner luf seinen Tempelsitz setzen durfte. Schließlich ließ er die Betpulte und Tempelsitze herausbrechen, (am Freitag des Wochenabschnittes fi^fc^V im Jahre 5539 — 1779) und aus dem Tempel führen. Alle Beter im 300