Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 4 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 291 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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W e i ri b e r g e r; große Verdienste erwarb sich um den Frauenverein die im verflossenen Jahre verblichene Frau Dr. Armin G 1 ü c k, gegenwärtige Leiterin des Vereines ist Frau Dr. Ludwig Ha rtmann ,28 Anwalt und Obersekretär des Vereines ist Dr/ Zoltan Falkas, der gegenwärtig auch Mitglied des Senates ist. Gleich nach dem Auftreten des größten jüdischen Mannes 4es vorigen Jahrhunderts, Theodor Herzl, wurde hier ein zionistischer Verein ins Leben gerufen. Die hervorragendsten Männer des hiesigen zionistischen Lebens vor dem Weltkriege waren Rusznyäk s. A., der ein Talmud Chacham und Inhaber einer Bäckerei war; Hermann S p i e l b e r g e r, Vater des Dr. Mor und Leo S p i e 1 b e r g e r, der gegenwärtig in Budapest wohnt, und eine höhere Position bei der „Viktoria" Lebensversicherungsanstalt einnimt; Stadthauptmahn Mor juhäsz, der hier am 2. Feber 1864 das Licht der Welt erblickte, ein edler, mit echt jüdischen Tugenden begabter tüchtiger Hebräer, Kenner der modernen hebr. Poesie, Dichter, gelegentlicher Mitarbeiter mehrerer hebräischen, jüdischen und nichtjüdischen Zeitschriften und Tagesblätter. Er hatte zwei Töchter und zwei Söhne, deren einer auf dem Schlachtfelde fiel. Am 28. Sept. 1922 wurde er von seinen vielen körperlichen Leiden befreit Fortsetzung folgt. Gleichzeitig sei hier bemerkt, daß Dr. Ign. Schwarcz, Arzt in Jerusalem, Bruder des am 3ii. Dez. 1931 hier beerdigten Wilhelm Sch., das hiesige Museum mit einer ethnographischen Sammlung beschenkte. (S. Ungarns Comitate und Städte f(ung.), I. B., S. 194. 28 Dr. Ludwig Hartmann war ein namhafter Arzt, Sohn eines Arztes, in Presov, Meister der Freimaurerloge „Resurrejxit", zählte zu den angesehensten Mitgliedern der Muttergemeinde. Starb vor 2 Jahren, hinterließ außer seiner Frau 2 Söhne und 2 Töchter. Sein schon längst verschiedener Schwiegervater, Artur Scharmsanri, dessen Witwe noch am Leben ist, spielte in der Muttergemeinde eine Rolle; er war Präses der Chewra Kadischa. Dessen Bruder, Simon Scharmann, ist ein gründlicher Kenner des Talmuds, eine .hervorragende Person der hiesigen Orthodoxie und war vfele Jahre Präses der orth. Gemeinde. 291