Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 4 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- Seite 255 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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den frühesten dorthin ausgewanderten aschkenasischen Juden Rabbi Nathan von Eger gehörte, der als einer der fünf Rabbiner der bekannten Erfurter mittelalterlichen Judenversammlung (um 1400) genannt wird, und der zuerst Hausverwalter des Rabbi Joseph Budweis (denn das wird wohl der Name bedeuten) war, der bereits vorher mit seiner Familie ausgewandert war. s. J. L. Fischmann, Die ersten aschkenasischen Gelehrten i. Erez Israel (hebr.) in: Misrach und Maarab II (Jerusalem 1928/29) S. 56/57. 40 Merkwürdigerweise wird diese Form der Geldsendungen nach Erez Israel auch bei den indischen Juden von Cochin im 17. Jahrhdrt. erwähnt. Sie bestand darin, daß diese jüdische Gemeinde den Nachkommen der Königsfamilie, die in Jerusalem wohnten, monatlich einen bestimmten Geldbetrag schickte. Mitt. d. Ges. f. jüd. Familienforschung 1930, H. 21 S. 219. 41 Es kam z. B. vor, daß jemand, obwohl er nach Palästina gehen wollte und eine Unterstützung bekam oder bekommen sollte, diese Reise nicht'antrat. Oft war dies auch unverschuldet, wie bei dem Chacham Jacob Sasportas in Hamburg, s. meine Arbeit a. a, Ö. S. 36/37. 42 Über die geradezu mustergültige Einrichtung in Hamburg s. meine Arbeit a. a. O. Bereits bei der Gründung dieser Gemeinde i. J. 1656-wurden die Gabbaim für Erez Israel gewählt. — Auch in Amsterdam werden im 17. Jahrhundert bereits besondere Gabbaim für Erez Israel erwähnt, so 1669 Joseph Aboab Osorio, Kassierer für das Heilige Land (L. Löwehstein MGWJ 48, 1904, S. 685). 43 s. über diese jüdische aus 200 §§ bestehende Polizeiordnung Ad. Frankl-Grün, Gesch. d. Juden i. Kremsier, I (Breslau 1896) S. 66; 70 Anm. 1; II (Frankft. a/M. 1898) S. 108 Anm. 1; 118. 44 An der Spitze der Gemeindeverwaltung standen nach der Verfassung d. J. 1708 der Judenrichter (Bürgermeister) u. Beisitzer Frankl-Grün I, S. 72. 45 s. Frankl-Grün III (Breslau 1901) S. 82. In Hamburg mußten sie auch zum Zwecke der Sammlung die Beschneidungsfeiern aufsuchen, s. meine Arbeit S. 22. 46 Einmal (i. J. 1708) wurden anläßlich einer Hungersnot 110 fl. aus der Palästinakasse von der Gemeinde entliehen. Frankl-Grün I, 154 Anm.; III, S. 82. 255