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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-03-01 · 3 (März 1932) · p. Seite 205

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 205 (sequence 43)
Language
German
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Szobotiszt.1 Von Bernhard Mandl, Budapest. Im nordwestlichen Teile des ehemaligen Neutraer Komitates, an der von Szenitz über den Velkapaß nach Mähren führenden schmalen, in alten Zeiten jedoch gut frequentierten Straße liegt der heute schon fast unbekannte Ort Szobotiszt, der aber in den verflossenen zwei Jahrhunderten vornehmlich wegen seiner gewerbbeflissenen, schöne Töpfer- und Messerschmiedwaren erzeugenden Anabaptisten- oder Habanergemeinde von einiger Bedeutung war. Auch die schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts sich dort ansiedelnden Juden, welche einerseits mit Straßnitz, Ung. Ostra und Ung. Brod, andererseits mit Miava, Szenitz und Tyrnau Kuh-, Schaf-, Ziegen-, Woll- und Fellhandel betrieben, verschafften dem Ort etwelche merkantile Bedeutung. Als gegen Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts zufolge der Ermunterung der adeligen Grundherren des Trentschiner, Neutraer u. Preßburger Komitates an den Geländen der Kleinen Karpathen eine lange Reihe von jüdischen Ansiedelungen entstand, bildete sich, von dem gütigen und menschenfreundlichen Grafen Siegmund Nyäry, Besitzer der zwei Marktflecken und neun Dörfer umfassenden Herrschaft begünstigt, auch in Szobotiszt um sein dortiges Schloß herum eine jüdische Kolonie. Laut der Judenkonskription aus dem Jahre 1736 zählte sie 18 jüdische Familien und da diese schon einen Lehrer, Kantor und Schächter bezahlten, so bildeten sie gewiß auch schon eine religiöse Gemeinschaft. Mit Ausnahme des Lehrers Israel Marek, der aus Schlesien stammte, waren alle Familienhäupter aus Mähren eingewandert. . Einen Rabbiner verzeichnete diese Zählungsliste noch nicht, doch mußte nach Stein: Magyar Rabbik IV. Jahrgang, Seite 8 um 1 Diese geschichtliche Arbeit erschien schon im J. 1907 in der ungarisch-jüdischen Quartalschrift Magyar-Zsido Szemle, 24. Jhrg. S. 356—364 und erscheint hier* ergänzt zum ersten Male in deutscher Sprache. 20.5

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