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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1932-03-01 · 3 (März 1932) · p. Seite 173

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
Seite 173 (sequence 11)
Language
German
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Dife Geschichte der Juden in Böhmen in den „Alten böhmischen Jahrbüchern". („Stare letopisy ceske.") Von Jaroslav Poläk-Rokycana, Prag. Im J. 1828 beendete Fr. Palacky mit Unterstützung der allzeit getreuen Kapitel der kgl. Burg zu Prag und der Mitwirkung der um die heimatliche Geschichtskunde hochverdienten Fr. Martin P e 1 c 1 und Joseph Dobrovskyein Werk, welches an seine bereits früher herausgegebene „Scriptores rerum Bohemicarum" anschließen sollte. Es ist dies ein Abdruck von 17 diversen alten böhmischen Chronikbüchern, welches Palacky in diesem Werke nicht allein kopierte, sondern auch kritisch verarbeitete und die mitunter sich ergebenden Lücken ergänzte, resp. berichtigte. Bei jedem einzelnen Bericht setzte Palacky nicht nur die Quellenangabe, — er bezeichnete durch Buchstaben in alphabetischer Ordnung die Reihe der benützten Chroniken, — so daß bei einigen dieser Berichte oft mehrere Vergleichsquellen verzeichnet sind. Die Originale der von Palacky benützten Chroniken waren zur Zeit der Herausgabe der „Letopisy ceske" im Besitze der Prager und Vysehrader Domkapitel, ferner in den Schloßbibliotheken Tetschen und Raudnitz, des Kreuzherrenstiftes, des Museums d. Kgr. Böhmen, im Privatbesitz: V. V. Hanka, Joh. Krticzka v. Jaden u. a. Drei dieser alten Chroniken beginnen mit der folgenden schönen Einleitung: „Viele vernünftigen Leute lesen gerne in Chroniken die Begebenheiten der Menschen, welche vor ihnen gelebt haben, was sich zu ihrer Zeit begab. Dies taten sie deshalb, damit sie Gutes, wo sie es vorfinden, nicht allein für sich, sondern auch andern als Rat und Beispiel vorführen. Andere wieder haben alles Schlechte, Unrechte hervorgehoben, alles, was gegen Gottes Gebot und die Ehre verstößt, ihnen selbst vor allem zur Warnung und zur Richtschnur." Die historische Forschung der letzten Jahrzehnte hat die Chronikensammlung Palackys sehr häufig benützt; nur die zahlreichen, die Geschichte der Juden betreffenden Berichte wurden bisher nicht 173

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