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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-12-01 · 2 (Dezember 1931) · p. Seite 158

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
2 (Dezember 1931)
Date
1931-12-01
Page
Seite 158 (sequence 72)
Language
German
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auch bei R. Abraham Haid und dessen Vater R. Simon Haid. (vergL Gal.-Ed. No 164; Zunz: Zur Geschichte u. Literatur S. 263) zutreffen. — Haid b. Neustadtl a/K. ist eine der ältesten Siedlungsorte der Juden Westböhmens. Bereits zu Anfang des 16. Jahrh. muß eine ansehnliche Zahl Juden dort gewohnt haben. 1570 zählt Haid zu den höchstbesteuerten Ortschaften Böhmens, die zur Zahlung der vom Landtag bewilligten Habsteuer herangezogen worden waren (vergl. Bondy-Dworsky: Gesch. d. Juden in Böhmen, Mähren, u. Schlesien No 349, 387, 448, 729, 1201; S. H. Lieben: Afike Jehuda Festschrift 1929-30 S. 66). Im 17. Jahrh. wanderten die Juden von Haid aus und kehrten erst gegen Ende des 18. Jahrh. wieder zurück. 2) Israel Bochlowitz in Eger ist mit Jekusiel B. in Eger identisch. Er ist es, den der hochberühmte Rabbi Bezalel Ranschburg in der Vorrede seines zu Prag 1802 gedruckten Werkes HÜS hHH als *wDin^ anspricht und ihn hiebei betitelt: piN^xri btrn*p* -."tt ninams bb^izn r-;m prpn Tn;- nrj* Tjn In seinem Hause, wo jüdischen Gelehrten stets größtes Entgegenkommen zuteil ward, verlebte Rabbi Bezalel als junger Mann viele sorgenlose Jahre und konnte sich ungestört dem Thorastudium hingeben. In der Zeit seines Aufenthaltes im Hause Bochlovitz, verfaßte Ranschburg seinen Kommentar zum Traktat Sukkoth, welchen er ITC'D pE3? nannte. Er blieb jedoch ungedruckt und befindet sich das Manuskript im Besitze der Prager isr. Kultusgemeinde- Bibliothek. (Zu Jekutiel Bochlowitz vergl. auch Taglicht: Nachlässe S. 232 u. 233). '•) In Parentese hiezu sei vermerkt (obwohl es nicht streng zum Thema gehört), daß wir der Frau Regina Löbner geb. Rauscher, Ehefrau des Herrn Siegmund Löbner, Private in Marienbad, vormals Kaufleute in Hermannshütte-Wilkischen, die Mitteilung verdanken, daß der oberwähnte Samuel Rauscher, herangewachsen, eine geborene Hirsch aus Königswart heiratete, welcher Elfe die einzige Tochter Lori entstammte. Diese heiratete einen Benjamin Schenk nach Kladrau, später wohnhaft in Pilsen, Sohn des R'Schlome Schenk aus Plass, der ein berühmt frommer Mann und Haus¬ und Schutzjude des Fürsten Metternich gewesen. Benjamin Schenk 158

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