Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 2 (Dezember 1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 157 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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Eiraim, Isr. in Tfnowitz bei Brennporitschen, Pilsner Kr. und der verst. Bela, Isr. aus Trnowitz bei Brennporitschen. Pathen: Eduard Josef Wanka für H. Löwensteinischen Oberamtmann und Justiziar in Hayd." „Anna Dattelzweig, Gattin des Eduard Dattelzweig, Handelsmannes in Hayd, 43 Jahre alt. Vater: Abraham Seewald, Schutz- und Pachtjude in Hayd No 32, Sohn des verst. Salamon Jakob, isr. und Branntweinu. Hauspächter in Swittau, Caslauer Kreis und der verst. Libett Natan aus Lobositz, Saazer Kr. M u 11 e r: Anna, ehel. Tochter des verst. Isr. Israel Bochlowitz, Tabak u. Siegelgefällen Distriktsverlegers in Eger2) u. der verst. Debora, gebürtig aus Kuttenplan. Sara Seewald, verehelichte Anna Dattelzweig ist geboren zu Tiss am 3. May 1789, getauft in Hayd am 20. December 1832 in der Pfarrkirche." Abschrift eines Schriftstückes, daß sich in Händen des vor 2 Jahren verstorbenen Herrn Josef Eisler in Pilsen, befand: „Ich Endesgefertigter, geprüfter Beschneider, bezeuge hiemit, daß ich den Samuel Rauscher8) beim Zusehen der Judenschaft in Oschelin, ehelich erzeugten, erstgeborenen Sohn des Juden Osias Rauscher aus Oschelin, Schweissinger Herrschaft, beschnitten habe den 31. December 1805 und ihm den Namen Samuel beigelegt, welches sich in mein Beschneidungsbuch Pag. 8 No 33 eingetragen findet. So geschehen Haid, den 5. Nov. 1833. Eduard Dattelzweig. Das Oberamt Haid bestätigt am 9. Nov. 1833 die Richtigkeit obigen Inhaltes." Anmerkungen. 1) Oft wird von Geschichtsschreibern Haida mit Haid und umgekehrt verwechselt. Es ist auch wahrscheinlich, daß der berühmte Kabbaiist Rabbi Samuel Haida, Verfasser des plj?21 trm ppip. zum in^N Kin (Prag 1676), aus einem dieser 2 Orte stammte und Haida oder Haid Herkunftsname ist, nicht aber wie mehrere Biografen aus die bekannte Formel für gewaltsam Erschlagenen j&K 1ö*T Dpr "pruT Dt?" (der Ewige räche sein Blut) machen. Wir finden auf der Grabschrift R. Sam. Haida den Ausdruck fnpü (vergl. Hock-Kaufmann: Familien Prags, S. 94), doch kann dessen Sinn auch wörtlich genommen werden und muß mit einem Märtyrertum gar nichts zu tun haben. — Dasselbe wird wohl 157