Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 2 (Dezember 1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 144 (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2416673-2416680-2416683--0479-2417198- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
54 Steuerzahlern. Im Steuerbogen dieses Jahres 1740 steht eine Abrechnung, welche in deutscher Übersetzung lautet: Wir haben alte Schulden 527.51. von Auswärtigen und 20.70 von Ledigen im Schöße der Gemeinde an das Wahlkomitee übergeben. Unterfertigt ist diese Abrechnung von „Arje Leb, Sohn des Reb Simche, Vorbeter und Betrauter der Gemeinde Stampfen", und von „Ahron Sohn des Reb Moscheh, Gemeindediener u. Betrauter der Gemeinde Stampfen". — 1741. Vorsteher Reb Leb Geiringer, 56 Steuerzahler. 1742. Vorsteher Reb Awraham Theben, 60 Steuerzahler. In diesem Jahre wird neben der hebräischen Jahreszahl Ü"pD auch das bürgerliche Datum 1742, u. z. auf einem Papiere geschrieben, das in Wasserschrift das Palffysche Familienwappen zeigt, welches Papier jedoch nur in diesem Jahre für das Gemeindeprotokoll in Gebrauch genommen wurde. Vielleicht wurde dieses Papier anläßlich eines freudigen Familienereignisses im Hause des Schutzherrn Palffy oder als Festjahr eines Jubiläums benützt. 1743. Vorsteher: Lipmann Segal, 58 Steuerzahler. 1744. Vorsteher derselbe, 59 Steuerzahler, darunter neu: Reb Ahron Melamed. Von diesem Jahre angefangen ist das Steuerbuch fortlaufend regelmäßig mit dem Titel SDlDlSlJ^ (Kopfsteuer) überschrieben. 1745. Vorsteher derselbe, 60 Steuerzahler. 1746. Vorsteher Reb Iczik, Sohn des obenerwähnten Reb Sanwil Geiringer (Unter Zahl 1.), 62 Steuerzahler. 1747. Vorsteher Reb Mosche Herzfeld, 56 Stz. 1748. Vorsteher derselbe, 56 Stz. 1749. Vorsteher derselbe, 56 Stz. Da mit Neujahr 1750 (Siehe weiter Jahr 1750), die „Malkegelder", d. h. die Toleranztaxe für die Königin Maria Teresia endgültig ausgeworfen werden mußten, hat sich bereits im September 1749 die in Preßburg zum erstenmal tagende Landesvertretung mit der Art und Weise der Einführung u. Adrepartierung dieser Toleranzgebühren beschäftigt. Diese Landesvertretung war aus jüdischen Delegierten des Landes zusammengesetzt, denen eine gerechte Adrepartierung dieser „Malkegelder" zwischen den einzelnen Gemeinden nach Verhältnis zur Aufgabe gemacht wurde. Die im Landesarchiv der Hauptstadt Budapest aufbewahrten ,,Acta Judacorum taxa tolerantialis" besagen, daß in diese Landeskommission nach Pressburg für die Stampfener und Transmontauer Juden als Vertreter entsendet wurden die Delegierten: Moses Herzfeld, Simon Löwe (Transmontau), Jakob Wolf, Isak Geiringer. . (Fortsetzung folgt.) 144