Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 2 (Dezember 1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 99 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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-Vr-v"^^:: v:--^ -4;:-> ' , - - . . - Isserls Synagoge rühmend erwähnt. Eine rituele Entscheidung von ihm, findet man im Buche „Tekune Zewach" (Edit. Pietrkow 1880) S. 56. Sein jüngerer Bruder Pinkas., ist der bekannte R. Pinkas Horovvitz in Krakau, Schwager des R. Moses Isseries — vulgo Remoh — dessen Schwester Mirjam Bela er zur Frau hatte. R. Pinkas war ein großer Gelehrter, sehr klug und weltgewandt und wegen seines Reichtums hat er nie einen Rabbinerposten bekleidet, sondern als Privatgelehrter in Krakau gelebt, um sich ganz seinen Studien zu widmen. Im Jahre 1595 wurde er zum Vorsitzenden der Vier-Länder-Synode in Polen gewählt, wo er eine segensreiche Tätigkeit entfaltete. Er wird in der zeitgenössischen Literatur, im „Scheloh" und im „Megillath Ewa" des R. Jörn Taub Lippman Heller, rühmend erwähnt. Er starb in Krakau hochbetagt, über 80 Jahre alt, am 17. Tebeth 1618.l) Er hinterließ mehrere Kinder, welche teils in Polen, teils in Wien wohnhaft waren. Einer seiner Söhne war auch Rabbiner, d. i. R. Josua ha-Aruch [der Hohe] in Przemysl. Letzterer war der Vater des R. Samuel Schmelka Horowitz, Rabbiners in Tarnow, welcher über 40 Jahre den Rabbinerposten bekleidete und daselbst, Mittwoch den 1. Elul des J. 456 [ 1696 ] starb. Sein ältester Sohn R. Meier Horowitz, eine rabbinische Größe, wurde um das J. 1640 geboren. Im J. 1704 finden wir ihn schon als Rabbiner in Bolechow, wo seine Unterschrift im Pinax der Gemeinde als Rabbiner sich befindet. Im Jahre 1710 wurde er zum Rabbiner in Zloczöw ernannt, und von dort wurde er im Jahre 1720 nach Tykoczyn berufen, wo er im Jahre 1743 hochbetagt, über 100 Jahre alt, gestorben ist.2) Er hinterließ 12 Söhne, welche alle Rabbiner waren, unter ihnen auch einige rabbinische und talmudische Autoritäten. Der bedeutendste unter ihnen war R. Jakob Jeukil Horowitz, eine talmudische Größe und Koryphäe seiner Zeit.3) Er wurde um das J. 1675 geboren. Im Jahre 1710, als sein Vater von Bolechow nach Zloczow berufen wurde, trat er an dessen Stelle, als Rabbiner in Bolechow. R. Jakob Jeukil Horowitz war sehr wohlhabend und als reicher Mann bekannt. Beim Einfall des Kosaken- *) Vgl. meinen Beitrag über ihn in der Encyclopaedia Judaica (VIII.). 2) Vgl. meinen Beitrag über ihn in der Encyclopaedia Judaica (VHL). ") Vgl. was ich über ihn in der Encyclopaedia Judaica VEIL berichtet habe, wie auch meinen Beitrag im ha-Zofe le-Chochmat Jisrael XV. S. 106. 99