Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 2 (Dezember 1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 97 (sequence 11)
- Language
- German
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Prag verstorbene Frau „Rebekka, Tochter des Schabattai, Dajans und Vorstehers der Gemeinde Prag, Schwiegersohn des Fürsten Akiba Kohen-Zedek aus Ofen".1) Kyva d. i. R Aki'ba, welcher den Namen seines Großvaters R. Akiba Kohen- Zedek aus Ofen trägt, und in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts im kleineren Munkaischen Hause wohnte.2) Er ist der Vater des Arztes u. kabbalistischen Schriftstellers Schabbatai Scheftel H.? Verfasser des kabbalistischen Werkes „Schefa Tal" [Hannau 1612] und des ,,Nischmath Schabbathi ha-Levy [Prag 1616]. R. Akiba wird von diesem Sohne auf dem Titelblatt seiner Werke, der Heilige r* npn genannt. — Abraham, ist der bekannte Gelehrte und Schriftsteller R. Abraham Horowitz, welcher um das Jahr 1530 in Prag geboren und nach seinem Vater Abraham Scheftels genannt wurde. Schon als Jüngling ging er nach Polen, um die talmudische Hochschule des R. Moses Isseries — vulgo Remo — in Krakau zu besuchen und seinen geistreichen Vorträgen zu lauschen. Auch war er Jünger des R. Sa'lomon Lurja — vulgo Reschal — in Lublirr) Ersterer führte ihn nicht nur in den Talmud und in die rabbintsche Wissenschaft, sondern auch in die Maimimische Philosophie ein. Wie es scheint, hat er in Polen geheiratet und in Lemberg sich angesiedelt. Dort wurde ihm um das Jahr 1570 sein berühmt gewordener Sohn, R. Jesiaja Horowitz [Scheloh| geboren.1) Im Jahre 1596 wurde er von der Vier-Länder-Synode in Jaroslau, zum ,,Dajan" für das Land Reussen [Bezirk Lemberg] für die nächste Synode gewählt.5) Wie bekannt, ist er Verfasser mehrere Werke, die er noch zu Lebzeiten herausgab und von denen eines nach seinem Tode von seinem ältesten Sohne Jakob Horowitz, Rabbiner in Szczebrzeszyn, ediert worden ist. R. Abraham H. starb zwischen 1602 und 1606, denn im Jahre 1602 hatte er noch sein Werk „Brith Abraham" [Krakau 1602] veröffentlicht, hingegen im Jahre 1606 zeichnet sein berühmter Sohn R. Jeschaja Horowitz [Scheloh] sein Anstellungsdekret in Frankfurt a. M. und erwähnt ihn mit den V/orten, „s. A."G) 5) Hock, die Familien Prags 2125. -) Wachstem a. a. 0. 146. H) Vgl. siein „Emek Beracha,, Nr. 71. 4) „Mezebeth KodesclT III. 5) Sökolow in ha-Asif II. S. 453. *) Horowitz, Frankfurter Rabbiner I, 97