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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei · 1931-09-01 · 1 (September 1931) · p. Seite 53

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
Volume
2 (1931-1932)
Issue
1 (September 1931)
Date
1931-09-01
Page
Seite 53 (sequence 55)
Language
German
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Geschichte der Juden in Stupava (Stampfen). Nach dem von Oberrabbiner M. S. Herzog, Stupava, verfaßten, hebräischen Werke y^D JTHp* I. Entstehung und Alter der jüdischen Gemeinde Stupava. Wie die Geschichte vieler anderer jüdischen Gemeinden in unserem Landstriche, können wir auch die Geschichte unserer jüdischen Gemeinde Stupava (Stampfen) bloß mit einer wortgetreuen Wiedergabe des Aufsatzes von Busch: „Die Schicksale und Bestrebungen der Juden in Ungarn"1) einleiten. Dort heißt es wörtlich: „In der Regel geschah die Niederlassung der Juden Ungarns in den ihnen offenen und zugänglichen Gegenden allmählich und sporadisch. Es ließen sich nämlich zuerst einzelne Individuen und Familien nieder und diese begünstigten und unterstützten die nachbarliche Ansiedlung ihrer Glaubensgenossen teils im Wege der Verschwägerung, teils zum Behufe gemeinschaftlicher, gewerblicher Unternehmungen, teils wegen gemeinsamer Verrichtung des Gottesdienstes und der Ausübung religiöser Pflichten, welche die Anwesenheit von wenigstens zehn religionsmündigen Personen p£ erfordern. In solchen Kolonien widmete gewöhnlich ein wohlhabender Familienvater ein Zimmer in seiner Wohnung dem gemeinsamen Gttesdienste, eine Gesetzrolle (rtiin "!BD) zu den öffentlichen Toravorlesungen, hielt einen jüd. Gelehrten^n-Ttt^n)' welcher bei der kleinen Kommune häufig als Schächter, Vorbeter und Religionslehrer fungierte. Der Ankauf eines eigenen Totenfeldes wurde nun bald dringendes Bedürfnis und die Gründung eines „Liebe-übenden" Vereines inuy\ p"n) dessen Mitglieder bei Kranken, Sterbenden und Beerdigungen alle erforderlichen Liebesdienste unbezahlt bis auf den heutigen Tag versahen, war die natürlichste Folge desselben. Durch die Schaffung eines solchen Vereines, war der erste Grundstein zu einem künftigen Gemeindewesen gelegt, auf welchem in der Folge weitergebaut wurde. Aus diesem Grunde sind die Chewrabücher, wo sich solche erhalten haben, für *) Busch: Jahrbuch für Israeliten vom Jahre 1845-46. 53

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