Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 1 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 49 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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Noch einmal xbv Von B. Brilling, Breslau. In der letzten Nr. (4) dieser Zeitschrift schlägt D. Herzog vor, die vielumstrittenen Buchstaben xfop als eine Abkürzung des Wortes Sachsenland (^K^jjf^^) anzusehen, wodurch nach seiner Auffassung diese Crux der jüdischen Historiker endgültig beseitigt sei. Es scheint mir aber aus textkritischen Gründen unmöglich, diese Lösung der^^-Frage anzunehmen. Vornehmlich 2 Gründe sind es, die diese Deutung sogar unmöglich machen: 1. Das Wort „Sachsen" wird in der hebräischen Literatur seit seiner frühesten Erwähnung mit anlautendem f und nicht mit transscribiert. S. Salfeld, Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuches (Bin, 1898) S. 48 (a^rr v- J- 1298)> M- Brann, Gesch. d. Juden in Schlesien, S. XXXIII. (u. S. 76), (Schalom Kr=r in Görlitz 1387) und ZHB VI, S. 84, (Aron KW2T> 14. Jhrhdert in Magdeburg). 2. Wenn der hebr. Text wirklich, wie Herzog annimmt, die Worte „und Sachsenland" enthalten hätte, so hätten die betreffenden Worte (nach der üblichen hebräischen Wiedergabe) n3*1 Öl KtPSf lauten, und die Abbreviatur dieser Worte?"£V) (und nicht ^"tPD heißen müssen. So ergibt sich zur Genüge, daß die Auflösung von in eine Abbreviatur von Sachsenland, wie sie Herzog vorschlägt, unmöglich ist. Auch die diakritischen Punkte über diesem Worte, an deren Existenz in der Urhandschrift Herzog (s. dort S. 223, Anm. 3) nicht zweifelt, wären damit hinfällig. Tykocinskis Vermutung bleibt demnach bestätigt. 49