Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei
- Volume
- 2 (1931-1932)
- Issue
- 1 (September 1931)
- Date
- 1931-09-01
- Page
- Seite 14 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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tene mährische Landesversammlung sich Hauptsächlich mit Finanzfragen (wie die früher erwähnte Brünner Zusammenkunft im Jahre 1716) beschäftigte. 16) So werden im Stadtarch. a. a. O. in den Jahren 1702—04 noch folgende Älteste aus Mähren erwähnt: Simon Abraham, Ältester von Hotzenplotz (19. Nov. 1702) , Moises Israel, Ältester von Rausnitz (f. 88b, 137b), Veit Simon, Ältester von Proßnitz (f. 90b, 117b), Isaak Neustädtel, Ältester von Kremsier (f. 116b), Loebel Isaak, Ältester von Loschitz (f. 116b), Alexander Jacob, Ältester von Hotzenplotz (f. 119b, 155b), Hirschel Miche'lowitz, Rabb. v. Proßnitz (f. 140b), Abraham Pisker, Landesdeputierter v. Nikolsburg (f. 152b), Jacob Loebel v. Stroßnitz, Landesbedienter d. mähr. Juden (f. 158b). Im Jahre 1730 fand sich in Breslau ein: Isaak Walf Deutsch, Ältester von Nikolsburg (Stadtarch. BoeA 50 f. 289). 17) s. darüber näheres in meinem Art. „Der Prager Schammes in Breslau" in Heft III. dieser Zeitschr. 1S) Wolf, S. 84, 8. Dieser Beschluß vom Jahre 1659 wurde wiederholt 1713 zu Kanitz. s. Wolf, S. 130, Nr. 18. Der ein wenig geänderte Beschluß lautet dort: „Bediente des Landes, er sei Landessollizitator, Landesschreiber, Landesbedienter, Paradiesäpfeleinkäufer, sollen bei der Erneuerungsversammlung im Beisein von 15 Landesausschußdeputierten und sämtlichen Landesvorstehern vermöge der alten Ordnung auf- und angenommen werden; ist ihre Aufnahme nicht nach solcher Ordnung geschehen, so wird sie hiermit für ungültig erkläret. Ihr Salarium soll in der Ländesrechnüng als eine Mängelspost auszustellen sein." — „Landesbedienter" ist die wörtliche Übersetzung des hebräischen Wortes: „Schamasch hamedina" (Landschammes). 19) Über diese Paradiesäpfel- oder Esraugjuden, die es nicht nur in der mährischen Judenschaft, sondern auch im Waad arba arazoth gab, s. B. BriHing im Leipziger Jüdischen Gemeindeblatt 1930, Nr. 40, S. 1/2. 14