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Palästina · 1910-01-01 · Heft 3 · p. Seite 73

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
7 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Das Beth ha am
Date
1910-01-01
Page
Seite 73 (sequence 2)
Language
German
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ha am wie bisher fortfahren wollten, sondern auch noch manche andere dem gegebenen lobenswerten Beispiele ihrer Kollegen nachfolgen möchten. Zum wenigsten sollte man erwarten, in dem Beth ha am alle zionistischen Blätter vorzufinden. Für eine Anzahl jüdischer und nichtjüdischer Blätter, welche als Freiexemplare gesendet und im Beth ha am aufgelegt werden, ist der Korrespondent den Herrn Redaktoren und Verlegern zum Teil auch persönlich zu rechtem Dank verpflichtet. Unter andern erwähnen wir folgende Blätter: Die Welt, Haolam, Palästina, Dr. Blochs Oesterr. Wochenschrift, Das Israelitische Gemeindeblatt, Ost und West, Allgemeine Jüdische Rundschau (Budapest) Hatikwah, Unsere Hoffnung, Liberales Judentum, Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde, Der Israelit, Die Hilfe, Der Volkserzieher, Die Welt auf Reisen, Unser Leben, Die Wahrheit, Hethasman, Haschiloach, Der Osmanische Lloyd, TAurore Jewish Exponent, Der Amerikaner, Ha Jehuda, Ha Poel hazair, Der jüdische Arbeiter etc. Einige Blätter, wie die Wiener Jüd. Zeitung, die Neue Nationalzeitung, das Frankfurter Israelitische Familienblalt, das Jewish Chronicie, der Globe, das Journal du laire haben leider in der letzten Zeit die Einsendung eingestellt, obwohl sich zwei oder drei derselben sogar das Bestellgeld vergüten liessen. Hoffentlich bewirken diese Zeilen, dass die alten Freunde von der Presse dem Beth ha am treu bleiben und sich noch recht viele neue denselben zugesellen. Aber auch Private könnten noch viel mehr als bisher für die Bereicherung des Lesezimmers und der Bibliothek tun, wenn sie regelmässig gelesene und weggelegte Blätter, Zeitschriften und Bücher einsenden wollten. Mit dem Lesezimmer und der Bibliothek ist aber der kulturell soziale Einfluss des Beth ha am nicht erschöpft, sondern er sucht auch noch auf mancherlei andere Weise seinen Besuchern Belehrung, Unterhaltung und edle Geselligkeit zu bieten, so dass man ohne Uebertreibung behaupten kann, es gibt gegenwärtig in Jerusalem kein anderes Institut, welches sich solch allgemeiner Sympathie und solch regen Interesses und fleissigen Besuches erfreut als das Beth ha am. Während der Vorstand der Jüd. Nationalbibliothek seltsamer Weise dieselbe in eine Synagoge verwandelt hat, so dass man dort auch bei 30-40 Grad Hitze den Hut nicht vom Kopie tun soll und Frauen und Mädchen der Eintritt erschwert wird, beherbergt das Beth ha am auch noch ein Rednerpult, eine Theater- und Musikböhne, ein Spielzimmer und ein Büffet, wo sich allabendlich eine ganze Schar lebens- und daseinslustiger Besucher beiderlei Geschlechts und verschiedenen Alters in edler, anregender, belehrender und unterhaltender Geselligkeit oft bis nach Mitternacht mit Freude und Wohlbehagen tummelt. Zu den öffentlichen Vorträgen, welche sich über alle Gebiete des menschlichen Wissens und Schaffens erstrecken sowie zu den Theater- und Musikaufführungen, welche der Verein „Hebräische Bühne" und „Kinos Zion" öfters gemeinsam oder allein in der grossen Halle des „Beth ha am" veranstalten, findet sich neben den Stamm- 73

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