Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 7 (1910)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Vom 9. Zionisten-Kongress
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 2)
- Language
- German
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der schon bestehenden Häuserbaugesellschatt Achuzath Baith, die in Jaffa schon jetzt mit dem Häuserbau begonnen hat, wurde rühmend gedacht. Dagegen bat sich die Palestine Land Developpement Comp. Ltd. noch nicht in den Besitz der nötigen Gelder setzen können, um den von der Gesellschaft geplanten Parzellierungs¬ und Ansiedelungsarbeiten einigermassen gerecht zu werden. Im beginnenden Jahre wird neben dem Gute Kinereth, am Süden de des Tiberiassees gelegen, noch eine Farm jenseits des Jordans bewirtschaftet werden, vorerst um jüdische Arbeiter zu beschäftigen und auszubilden. Der landwirtschaftlichen Schule Kirjath Sefer, ein Erziehungsheim für Knaben, die in der Ökonomie ausgebildet werden sollen, also einem enorm wichtigen Institut für das jüdische Agrarwerk, steht in späterer Zeit, hoffentlich bald, eine Wiedereröffnung des Betriebes bevor. Die Schule, die z. Z. geschlossen, wird bis dahin als Wirtschaftsgebäude benutzt. Leider entwickelt sich der Kultusf ond s , welcher Geldmittel für Schulen, für die Förderung der hebräischen Sprache, für Bibliotheken, Museen, Zeitschriften, Lesehallen, Fortbildungsanstalten, Toynbeehallen, Wanderlehrer, technische und wissenschaftliche Institute, Vereinigungen wissenschaftlicher und gewerblicher Natur und deren Publikationen, sowie für alle die Bestrebungen, welche die Regeneration und Vervollkommnung der Rasse in körperlicher und geistiger Beziehung bezwecken wie Sport- und Turnvereine bereit stellen soll, in keiner Weise. Desgleichen hat der Pf lanzungsverei n „Palästina4, keine weiteren Erfolge zu verzeichnen und soll nunmehr durch Angliederung an die Ölbaumspende eingehen, was recht zu bedauern wäre. Es wäre dringend zu wünschen, wenn Palästinagründungen nicht mehr von der Bildfläche verschwinden würden und es bedarf wohl nur dieses Appells um Freunde der Palästina-Sache auf diesen Verein hinzuweisen. Der Palästina - Kultusfond soll ja nach Breslau verlegt und unter neuer Leitung in den Besitz der nötigen Mittel gebracht werden. Derselbe Modus dürfte auch für den Palästina-Pflanzungsverein zu empfehlen sein. Vielleicht nehmen sich Freunde der Sache in Hamburg, Königsberg oder dergl. dieser Institution an. Bei weitem am günstigsten schnitt Doc. Dr. Fr. Oppenheimer, der bekannte Mitarbeiter auch unserer Zeitschrift, am 52